Selenskyj drängt Trump
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert in Kiew sofort schärfere US-Sanktionen gegen Russland. Ziel sei es, die Produktion ballistischer Raketen und weiterer Waffen schneller einzuschränken.

Wolodymyr Selenskyj macht beim Thema Russland-Sanktionen Druck auf die USA. Auf einem internationalen Forum in Kiew forderte der ukrainische Präsident, dass Donald Trump umgehend harte Strafmaßnahmen gegen Moskau auf den Weg bringt. Aus seiner Sicht müsse damit vor allem die russische Waffenproduktion getroffen werden.
Selenskyj drängte darauf, Entscheidungen nicht weiter hinauszuzögern. Besonders wichtig sei aus seiner Sicht, die Herstellung von ballistischen Raketen und damit verbundenen Waffensystemen einzuschränken. Dafür brauche es laut dem ukrainischen Präsidenten rasche und entschlossene Schritte aus Washington.
Druck auf das Weiße Haus
In seiner Rede machte Selenskyj deutlich, dass er dabei vor allem auf direkte Entscheidungen aus dem US-Präsidialamt setzt. Er verwies ausdrücklich auf die Verantwortung der amerikanischen Regierung und nannte dabei auch die persönliche Rolle von Trump. Der Appell aus Kiew ist damit klar: Die USA sollen nicht später, sondern ab sofort handeln.
- Forderung: strenge neue US-Sanktionen gegen Russland
- Ziel: Schaden für die russische Waffenproduktion
- Schwerpunkt: Begrenzung bei ballistischen Raketen und verwandten Waffen
Treffen in New York geplant
Schon am Donnerstag hatte Selenskyj bei einem Besuch in Kanada angekündigt, Ende September ein Treffen mit Trump in New York zu planen. Das wäre die nächste wichtige Gelegenheit für direkte Gespräche zwischen beiden Seiten.
Zuletzt hatte es zudem einen neuen diplomatischen Anlauf zur Beendigung des Ukraine-Kriegs gegeben. Am vergangenen Wochenende reisten die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner zuerst nach Moskau und danach weiter nach Kiew. Selenskyjs aktuelle Forderung nach schärferen Sanktionen kommt also genau in einer Phase, in der wieder intensiv über den weiteren Kurs der USA gesprochen wird.
Quelle: ORF