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Politik21. September 2026, 15:03 Uhr · von Redaktion

Schwere Kämpfe um Marib

Im Jemen wird wieder heftig um die ölreiche Provinz Marib gekämpft. Nach Angaben der Armee wurden in drei Tagen mehr als 50 Huthi-Kämpfer getötet, Geländegewinne meldet aber keine Seite.

Schwere Kämpfe um Marib

Foto: بدرالدين الشهاري / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

In der jemenitischen Provinz Marib spitzt sich die Lage erneut zu. Regierungstruppen und verbündete Milizen liefern sich dort schwere Gefechte mit den Huthi-Rebellen. Nach Angaben der regulären Armee wurden in den vergangenen drei Tagen mehr als 50 Huthi-Kämpfer getötet. Augenzeugen berichten von gegenseitigem Artilleriebeschuss, entscheidende Veränderungen an der Front gab es demnach aber nicht.

Ölregion bleibt hart umkämpft

Marib gilt seit Jahren als einer der wichtigsten Brennpunkte im jemenitischen Bürgerkrieg. Die Provinz ist nicht nur wegen ihrer Öl- und Gasfelder bedeutend, sondern auch wegen ihrer Lage als Verbindungspunkt zwischen mehreren Landesteilen. Der Konflikt im Jemen hatte 2014 mit dem gewaltsamen Aufstand der Huthis begonnen.

Auch aus anderen Regionen des Landes wurden neue Kämpfe gemeldet. Betroffen waren unter anderem:

  • Tais
  • Lahdsch
  • das Kahbub-Gebirge im Südwesten

Gerade das Kahbub-Gebirge ist strategisch sensibel, weil es die wichtige Meerenge Bab al-Mandab und die dorthin führenden Straßen überblickt.

Regierung kündigt Offensive an

Ein Kommandeur der Regierungstruppen erklärte, Marib werde nicht fallen. Nach seinen Angaben sind die Truppen inzwischen aus der Defensive in die Offensive übergegangen. Als Ziel nannten sie nun die von den Huthis kontrollierte Hauptstadt Sanaa. Zudem teilte die Armee mit, mit Raketenwerfern mehrere Artilleriestellungen und Flugabwehrgeschütze der Huthis zerstört zu haben.

Auch die mit der Regierung verbündeten Riesen-Brigaden meldeten Erfolge im Kahbub-Gebirge. Dort seien Fahrzeuge der Huthis zerstört und alle Insassen getötet worden. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben aus den umkämpften Gebieten derzeit nicht.

Quelle: ORF