Scharfe Übung vor Englands Küste
Ein russisches Kriegsschiff hat nahe Plymouth im Ärmelkanal mit scharfer Munition geübt. Gleichzeitig meldeten Behörden in der Ukraine bei russischen Angriffen mindestens drei Tote, während der Streit um die Militärführung anhält.

Mitten im anhaltenden Krieg gegen die Ukraine sorgt Russland auch ausserhalb des direkten Kriegsgebiets für neue Aufmerksamkeit: Ein russisches Kriegsschiff hat im Ärmelkanal eine Schiessübung mit scharfer Munition abgehalten. Nach SRF-Angaben fand das Manöver in der Nähe von Plymouth statt, rund 40 Seemeilen südlich der englischen Küste.
Neue Spannungen auf See
Die Übung vor Grossbritannien fällt in eine Phase, in der sich die Meldungen rund um den Krieg weiter zuspitzen. Neben dem Vorfall im Ärmelkanal geht es auch um Einschränkungen auf der Getreideroute: Russland verbietet demnach das Ankern an zwei Häfen. Details zu den Folgen wurden in der Vorlage nicht genannt, klar ist aber, dass der Schiffsverkehr im Zusammenhang mit dem Krieg weiter unter Druck steht.
- Kriegsschiff feuert nahe Plymouth mit scharfer Munition
- Ort des Manövers: etwa 40 Seemeilen vor der englischen Küste
- Parallel neue Angriffe und politische Spannungen in der Ukraine
Tote bei Angriffen, Streit in Kiew
Auch in der Ukraine selbst reissen die Angriffe nicht ab. Bei russischen Attacken wurden laut SRF mindestens drei Menschen getötet. Weitere Meldungen sprechen ausserdem von Toten und Verletzten an mehreren Orten. Gleichzeitig wurde bekannt, dass Russland ukrainische Gasanlagen im Raum Charkiw angegriffen haben soll.
Politisch richtet sich der Blick auf die ukrainische Armeeführung. Im seit Tagen laufenden Streit über die militärische Spitze hat sich nun erstmals Olexander Syrskyj geäussert. Der Oberkommandierende steht laut Bericht womöglich vor einer Entlassung. Damit verschärft sich neben der militärischen Lage auch die Debatte um die Führung der ukrainischen Streitkräfte.
Foto: Wikimedia Commons / President Of Ukraine from Україна, CC0