Sandu warnt vor Russlands Kurs
Nach einem russischen Drohnenangriff nahe des Grenzübergangs Starokosatsche warnt Moldaus Präsidentin Maia Sandu vor einer Verlagerung der Front nach Westen. Auf ukrainischer Seite wurden laut Behörden zwei Zivilisten getötet und drei verletzt.

Foto: Wikimedia Commons / https://www.kmu.gov.ua/, CC BY 4.0
Nach einem neuen russischen Angriff nahe der Grenze zwischen der Ukraine und Moldau hat Moldaus Präsidentin Maia Sandu eindringlich vor den Folgen gewarnt. Auf X schrieb sie, dass sich „Russlands Front“ weiter nach Westen verschiebe. Zugleich machte sie deutlich, dass die Ukraine aus ihrer Sicht dringend zusätzliche Luftabwehr brauche.
Angriff am Grenzübergang
Betroffen war in der Nacht auf heute die Gegend rund um den Grenzübergang Starokosatsche. Nach Angaben des Gouverneurs der Oblast Odessa, Oleh Kiper, kamen auf ukrainischer Seite zwei Zivilisten ums Leben, drei weitere Menschen wurden verletzt. Der Angriff erfolgte demnach mit Drohnen.
Der Beschuss löste außerdem einen Großbrand aus. In der Folge wurde der Personen- und Fahrzeugverkehr über die Grenze vorübergehend gestoppt. Die Lage an diesem Abschnitt bleibt damit angespannt, zumal es zuletzt bereits mehrfach Angriffe auf ukrainische Grenzposten an den Übergängen nach Moldau gegeben hatte.
Moldau will Überwachung ausbauen
Sandu verurteilte die Attacken und den Krieg scharf und erklärte, die Gedanken ihres Landes seien bei den Opfern und bei der Ukraine. Gleichzeitig kündigte sie an, dass Moldau seine Luftüberwachung und Luftverteidigung gemeinsam mit europäischen Partnern weiter ausbauen wolle.
- Angriff nahe dem Grenzübergang Starokosatsche
- Zwei Tote und drei Verletzte auf ukrainischer Seite
- Grenzverkehr nach Großbrand vorübergehend ausgesetzt
- Moldau will Luftüberwachung und -verteidigung verstärken
Quelle: ORF