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Politik6. September 2026, 15:00 Uhr · von Redaktion

Sachsen-Anhalt wählt spannend

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt lag die Beteiligung bis 12 Uhr bei 34,7 Prozent und damit klar über den Werten von 2021 und 2016. Besonders im Fokus steht das Rennen zwischen AfD und CDU um die Macht in Magdeburg.

Sachsen-Anhalt wählt spannend

Foto: nw

Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zieht weit über das Bundesland hinaus große Aufmerksamkeit auf sich. Bis zum Mittag lag die Wahlbeteiligung bei 34,7 Prozent, wie Landeswahlleiterin Christa Dieckmann in Magdeburg mitteilte. Damit zeichnet sich zunächst ein deutlich stärkerer Vormittag ab als bei den vergangenen Wahlen: 2021 hatten bis 12 Uhr erst 22,4 Prozent abgestimmt, 2016 waren es 25,0 Prozent.

Rund 1,7 Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, über die Zusammensetzung des neuen Landtags zu entscheiden. Seit 8 Uhr läuft die Abstimmung in etwa 2.130 Wahllokalen. Nach Angaben der Landeswahlleiterin verlief der Vormittag ohne größere Probleme, auch längere Wartezeiten seien nicht festgestellt worden.

Duell um die Staatskanzlei

Im Mittelpunkt steht das Rennen zwischen Sven Schulze von der CDU und Ulrich Siegmund von der AfD. Schulze kämpft darum, Regierungschef zu bleiben, Siegmund will das Amt übernehmen. Beide gaben ihre Stimmen am Vormittag in ihren Heimatorten ab. Siegmund fuhr dabei gemeinsam mit seiner Ehefrau auf einer blauen Simson zum Wahllokal, Schulze erschien ebenfalls mit seiner Frau und kommentierte seine Stimmabgabe knapp mit den Worten: „Dann warten wir mal ab.”

Auch SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann wählte bereits. Er warnte nach seiner Stimmabgabe davor, dass eine Alleinregierung der AfD dem Land schweren Schaden zufügen würde. Genau dieses Ziel hatte die Partei im Wahlkampf ausgegeben, auch wenn die zuletzt veröffentlichten Umfragen dafür keine sichere Grundlage boten.

Was heute wichtig ist

  • Die Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet.
  • Auf dem Stimmzettel gibt es eine Erst- und eine Zweitstimme.
  • Der Landtag wählt später den Ministerpräsidenten.

In den letzten Umfragen lag die AfD klar vor der CDU. In der jüngsten Erhebung kam sie auf 41 Prozent, die CDU auf 23 Prozent. Dahinter folgten Linke, SPD und Grüne. BSW und FDP lagen zuletzt unter der Fünf-Prozent-Hürde. Dennoch gilt: Umfragen sind keine Garantie für das tatsächliche Ergebnis. Umso gespannter richtet sich der Blick heute auf Sachsen-Anhalt.

Quelle: nw