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Politik23. Juli 2026, 19:02 Uhr · von Redaktion

Rubio und Lawrow ohne Durchbruch

US-Außenminister Marco Rubio und Russlands Chefdiplomat Sergej Lawrow haben sich in Manila am Rande des ASEAN-Treffens getroffen. Nach dem Gespräch zum Krieg gegen die Ukraine dämpfte der Kreml aber jede Hoffnung auf schnellen Fortschritt.

Rubio und Lawrow ohne Durchbruch

Beim Treffen in Manila haben US-Außenminister Marco Rubio und Russlands Außenminister Sergej Lawrow zwar wieder direkt miteinander gesprochen – ein diplomischer Durchbruch ist nach Einschätzung Moskaus aber nicht in Sicht. Der Kreml machte nach dem Gespräch am Rande des ASEAN-Treffens klar, dass er aktuell keine neue Dynamik in den Verhandlungen erkennt.

Kreml bremst Erwartungen

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow stellte nach dem Austausch deutlich heraus, dass man die Kontakte zwar grundsätzlich begrüße, derzeit aber keinen Anlass für große Hoffnungen sehe. Auch aus dem russischen Außenministerium kam kein Signal, das auf Bewegung im Streit um den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine hindeutet.

Nach Moskauer Darstellung informierte Lawrow seinen US-Kollegen über die Lage an der Front. Zugleich habe er bekräftigt, dass weitere Waffenlieferungen an die Ukraine aus russischer Sicht nicht akzeptabel seien. Ebenfalls kritisierte Moskau erneut die Politik europäischer Staaten, die dort als destabilisierend bewertet wird.

Keine neue Bewegung in Sicht

Auffällig ist auch, was in den russischen Stellungnahmen nicht vorkam: Die zuletzt von US-Präsident Donald Trump angesprochene Möglichkeit, dass die Ukraine selbst "Patriot"-Raketen produzieren könnte, wurde von Kreml und Außenministerium nicht erwähnt. Stattdessen verwies Peskow darauf, dass der Dialog mit den USA über bestehende Kanäle fortgesetzt werde und persönliche Gespräche später wieder aufgenommen werden könnten.

  • Treffen von Rubio und Lawrow in Manila
  • Thema war auch der Krieg gegen die Ukraine
  • Moskau sieht derzeit keinen neuen diplomatischen Schwung
  • Russland lehnt weitere Waffenlieferungen an Kiew weiter ab

Seit Wochen wird in Moskau zudem über mögliche Besuche der US-Sondervermittler Steve Witkoff und Jared Kushner gesprochen – bislang ohne Ergebnis. Lawrow habe laut russischer Darstellung erneut die Bereitschaft signalisiert, den Konflikt politisch und diplomatisch zu beenden. Gleichzeitig macht der Kreml aber deutlich: Für schnelle Fortschritte sieht man derzeit keinen Anlass.

Foto: Wikimedia Commons / Embassy of the United States of America to Italy, Public domain