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Musik & Film9. August 2026, 19:02 Uhr · von Redaktion

Römerwrack mit Krug-Fracht entdeckt

Vor Sizilien haben Taucher der italienischen Polizei ein mehr als 2.000 Jahre altes Schiffswrack mit Hunderten gut erhaltenen Amphoren gefunden. Das Wrack liegt rund fünf Kilometer vor Mazara del Vallo in 46 Metern Tiefe.

Römerwrack mit Krug-Fracht entdeckt

Vor der Küste Siziliens ist Archäologen und Spezialtauchern ein spektakulärer Fund gelungen: In 46 Metern Tiefe wurde ein Schiffswrack aus der Römerzeit entdeckt, das noch immer mit Hunderten Amphoren beladen ist. Das Wrack liegt etwa fünf Kilometer vor Mazara del Vallo und stammt nach Angaben der zuständigen Polizeieinheit in Palermo vermutlich aus dem 2. oder 1. Jahrhundert v. Chr..

Auf die Spur des Fundes brachten offenbar Fischer die Ermittler. Danach rückten Taucher der italienischen Polizei aus, die auf den Schutz von Kulturgütern spezialisiert sind. Neben den erstaunlich gut erhaltenen Transportgefäßen wurden auch zwei Bleianker entdeckt. Die Amphoren dienten Historikern zufolge sehr wahrscheinlich dem Transport von Wein.

Hinweis aus dem Meer

Für besondere Aufmerksamkeit sorgt nicht nur das Alter des Schiffes, sondern vor allem der Zustand seiner Ladung. Ein Unterwasser-Fischer schilderte auf Instagram, wie er gemeinsam mit einem Kollegen auf das Wrack stieß. Trotz schlechter Sicht sei unter ihm plötzlich ein weites Feld aus Amphoren aufgetaucht – ein Moment, den er als überwältigend beschrieb.

  • Fundort: rund fünf Kilometer vor der Küste von Mazara del Vallo
  • Tiefe: 46 Meter
  • Datierung: vermutlich 2. oder 1. Jahrhundert v. Chr.
  • Fracht: Hunderte Amphoren, wohl für Wein

Eine der wichtigsten Entdeckungen der letzten Jahre

Italiens Kulturminister Alessandro Giuli bezeichnete den Fund als eine der bedeutendsten archäologischen Unterwasser-Entdeckungen der vergangenen Jahre. Örtliche Medien berichten, das Schiff sei etwa 21 Meter lang und sechs Meter breit gewesen. An Bord sollen vor allem Amphoren vom Typ Dressel-1A gelegen haben – hohe, zylinderförmige Gefäße, die in der Spätphase des Römischen Reichs vor allem für Weintransporte genutzt wurden.

Der Fund macht einmal mehr deutlich, welche historischen Spuren noch immer auf dem Grund des Mittelmeers verborgen liegen. Das Wrack von Mazara del Vallo liefert nun neue Hinweise auf Handelswege, Warenverkehr und die Bedeutung des Meeresraums in der Antike.