Razzia gegen „Kollektiv Zwickau“
In mehreren Bundesländern hat die Polizei Wohnungen mutmaßlicher Linksextremisten durchsucht. Gegen zwölf Männer wird ermittelt, fünf von ihnen wurden nach Angaben der Behörden festgenommen.

Foto: André Karwath aka Aka / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.5
Bei einer bundesweiten Razzia sind in mehreren Bundesländern Wohnungen von mutmaßlichen Linksextremisten durchsucht worden. Nach Angaben des LKA Sachsen und der Staatsanwaltschaft Dresden geht es um den Verdacht der Bildung einer kriminellen Vereinigung. Insgesamt richten sich die Ermittlungen gegen zwölf Männer im Alter von 18 bis 36 Jahren.
Ermittlungen in mehreren Städten
Durchsuchungen gab es demnach in Zwickau, Dresden, Leipzig, Saalfeld, Bremen und Hamburg. Die Beschuldigten sollen sich bereits 2022 zu einer kommunistischen Gruppe mit dem Namen „Kollektiv Zwickau“ zusammengeschlossen haben. Laut Ermittlern verfolgte die Gruppe das Ziel, bundesweit gegen rechtsradikale und menschenfeindliche Strukturen vorzugehen.
Der Vorwurf der Behörden: Die Männer sollen sich über Jahre hinweg abgesprochen haben, ihre Ziele auch mit Straftaten durchzusetzen. Genannt werden in dem Zusammenhang unter anderem Körperverletzungen und Sachbeschädigungen.
Fünf Festnahmen nach den Einsätzen
Während einer Durchsuchung soll ein Mann die eingesetzten Polizisten angegriffen haben und wurde daraufhin festgenommen. Gegen vier weitere Männer lagen bereits Haftbefehle vor. Insgesamt wurden fünf Verdächtige festgenommen; sie sollen nun einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.
- Ermittlungen wegen Verdachts auf kriminelle Vereinigung
- Durchsuchungen in sechs Städten
- Sichergestellt wurden Datenträger und Mobiltelefone
Nach Angaben des sächsischen Innenministeriums ist das „Kollektiv Zwickau“ eine kommunistische, marxistisch-leninistisch geprägte Gruppe und Teil des bundesweiten Verbands „Rote Jugend Deutschland“. Im Verfassungsschutzbericht wird die Gruppierung demnach unter anderem mit Instagram-Posts, Demonstrationsteilnahmen und entsprechenden Symbolen in Verbindung gebracht.
Quelle: Tagesschau