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Promis16. Juli 2026, 13:00 Uhr · von Redaktion

R. Kelly hofft auf Trump-Gnade

R. Kelly will per offizieller Eingabe an das US-Justizministerium eine Begnadigung oder Strafmilderung durch Donald Trump erreichen. Der Sänger sitzt in North Carolina und soll nach aktuellem Stand erst 2045 freikommen.

R. Kelly hofft auf Trump-Gnade

R. Kelly setzt im Gefängnis nun auf einen politischen Ausweg: Die Anwälte des Sängers haben beim zuständigen Begnadigungsbüro im US-Justizministerium einen offiziellen Antrag eingereicht. Das Gesuch richtet sich an Donald Trump und zielt auf eine Begnadigung oder zumindest auf eine Verkürzung der Strafe ab. Darüber berichten US-Medien unter Berufung auf die Behörde.

Haft bis 2045 geplant

Der Musiker sitzt derzeit in einem Bundesgefängnis in Butner im Bundesstaat North Carolina. Nach aktuellem Stand würde er erst 2045 entlassen werden. Dann wäre er fast 79 Jahre alt. Insgesamt verbüßt R. Kelly eine Strafe von rund 31 Jahren.

Hintergrund sind mehrere schwere Verurteilungen: 2021 wurde er unter anderem wegen Verstößen gegen den Mann Act und das RICO-Gesetz schuldig gesprochen. 2022 kam eine weitere Verurteilung wegen der Herstellung von kinderpornografischem Material hinzu.

Anwälte erheben schwere Vorwürfe

Mit dem Gnadengesuch verbindet das Anwaltsteam auch massive Anschuldigungen gegen Bundesbehörden. Laut dem Antrag soll es Unregelmäßigkeiten im Umgang mit Kelly gegeben haben.

  • Behördenvertreter sollen seine Post abgefangen haben.
  • Zeugen sollen zu Aussagen gedrängt worden sein.
  • Ein Mitgefangener soll angeheuert worden sein, um ihn im Gefängnis zu töten.

Ob Trump tatsächlich eingreift, ist völlig offen. Als US-Präsident kann er auf Bundesebene Begnadigungen und Strafmilderungen aussprechen. Fest steht bislang nur: Der Antrag ist offiziell eingegangen. Für R. Kelly, der einst mit Songs wie „I Believe I Can Fly“ zu den großen Namen der 90er und frühen 2000er zählte, ist es ein weiterer Versuch, seine jahrzehntelange Haft doch noch zu verkürzen.

Foto: promiflash