Ozora endet nach zwei Todesfällen
Nach zwei Todesfällen wird das Psytrance-Festival Ozora in Ungarn vorzeitig beendet. Die Veranstalter kündigten an, das Programm in Dadpuszta am Samstag bereits um Mitternacht zu stoppen.

Das Psytrance-Festival Ozora in Ungarn wird nach zwei Todesfällen vorzeitig beendet. Die Organisatoren teilten mit, dass alle Musikprogramme am Samstag bereits um Mitternacht enden. Eigentlich hätten die letzten Konzerte noch bis in den kommenden Morgen laufen sollen.
Auslöser für die Entscheidung sind zwei tragische Vorfälle auf dem Gelände in Dadpuszta in Zentralungarn. Nach Angaben der Polizei war am Freitag ein 45-jähriger US-Bürger auf eine dekorative Konstruktion an der Hauptbühne geklettert und tödlich abgestürzt. Behörden und Veranstalter gingen laut den vorliegenden Informationen von einem Suizid aus.
Zuvor war bereits eine 39-jährige Ungarin kollabiert. Das regionale Portal Feol berichtete, die Frau habe vermutlich wegen der großen Hitze einen Schwächeanfall erlitten. Reanimationsversuche blieben demnach ohne Erfolg.
Hitze als zusätzlicher Belastungsfaktor
Das Ozora zählt zu den größten europäischen Treffen für psychedelische Trance-Musik und läuft seit dem 24. Juli. In Ungarn galt seit Donnerstag die höchste Hitzewarnstufe. Die extremen Temperaturen dürften damit eine zusätzliche Belastung für Besucherinnen und Besucher gewesen sein.
Das ist bisher bekannt
- Das Festivalprogramm endet am Samstag vorzeitig um Mitternacht.
- Ein 45-jähriger US-Bürger stürzte an der Hauptbühne tödlich ab.
- Eine 39-jährige Ungarin starb nach einem Zusammenbruch, mutmaßlich infolge der Hitze.
Die Veranstalter begründeten die Verkürzung ausdrücklich mit den tragischen Ereignissen. Weitere Details zu den Vorfällen wurden zunächst nicht bekannt.