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Politik9. Juli 2026, 07:00 Uhr · von Redaktion

Neue US-Attacken auf Iran

Die USA haben nach eigenen Angaben erneut Ziele im Iran angegriffen und dabei rund 90 militärische Objekte ins Visier genommen. Teheran reagierte mit Angriffen auf US-Stützpunkte in Bahrain und Kuwait, während die Lage am Golf weiter eskaliert.

Neue US-Attacken auf Iran

Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran ist die Lage in der Nacht erneut deutlich eskaliert. Das US-Militär meldete eine weitere Angriffswelle gegen iranische Ziele. Nach Angaben des zuständigen Regionalkommandos Centcom sollten damit vor allem Irans Möglichkeiten eingeschränkt werden, den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus zu stören. Demnach wurden 90 militärische Ziele attackiert.

Explosionen an der Küste gemeldet

Aus Iran wurden kurz darauf Detonationen aus mehreren Städten an der Südküste gemeldet. Betroffen gewesen sein sollen unter anderem Bandar Abbas sowie Tschahbahar, Konarak und Sirik. Auch aus Buschehr, wo sich eine Atomanlage befindet, wurden Explosionen gemeldet. Nach iranischen Staatsmedien kam bei einem Angriff auf einen Flughafen ein Feuerwehrmann ums Leben. Bereits am Vortag hatte das Staatsfernsehen von getöteten Angehörigen der Luft- und Seestreitkräfte berichtet.

  • US-Angaben: Angriff auf 90 Ziele
  • Meldungen über Explosionen in mehreren Hafen- und Küstenstädten
  • Iran kündigt weitere Reaktionen bei anhaltenden US-Angriffen an

Teheran schlägt in der Golfregion zurück

Die Antwort aus Teheran ließ nicht lange auf sich warten. Nach einem bereits zuvor begonnenen begrenzten Gegenschlag heulten in Kuwait, Bahrain und Katar am frühen Morgen die Sirenen. Zunächst gab es aus den drei Golfstaaten keine Berichte über Schäden. Das kuwaitische Militär erklärte jedoch, anfliegende Drohnen und Raketen aktiv abzufangen. Später teilte die iranische Revolutionsgarde mit, jeweils zwei US-Militärstützpunkte in Bahrain und Kuwait angegriffen zu haben.

US-Präsident Donald Trump hatte schon beim NATO-Gipfel in der Türkei weitere Angriffe angedroht und neue Verhandlungen mit Teheran praktisch ausgeschlossen. Er sprach von Vergeltung für Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus und warnte vor noch schärferen Reaktionen. Auch am Vortag hatte das US-Militär bereits mehr als 80 Ziele im Iran attackiert. Pakistan, das als Vermittler einer eigentlich geltenden Waffenruhe gilt, rief beide Seiten nun zur Zurückhaltung auf.