JETZT LIVE
Politik11. Juli 2026, 15:00 Uhr · von Redaktion

Neue Raketen auf Kiew

Russland hat Kiew in der Nacht erneut mit Raketen und Drohnen angegriffen. Mindestens 10 Menschen wurden verletzt, während Außenminister Johann Wadephul trotz der Eskalation auf Verhandlungen drängt.

Neue Raketen auf Kiew

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew hat es in der Nacht erneut schwere russische Angriffe gegeben. Nach Medienberichten waren in der Stadt mehrere starke Explosionen zu hören. Laut Katastrophenschutz wurden mindestens zehn Menschen verletzt, darunter auch ein Kind.

Raketen, Marschflugkörper und Drohnen

Die ukrainische Luftwaffe meldete einen massiven Angriff mit sechs ballistischen Raketen, sechs Marschflugkörpern und 121 Drohnen. Ein Teil davon konnte nach ukrainischen Angaben abgefangen werden: Demnach wurden mindestens zwei Marschflugkörper und 111 Drohnen abgewehrt.

  • Verletzte: mindestens 10
  • Unter den Opfern: auch ein Kind
  • Brände in mehreren Bezirken gemeldet

In mehreren Teilen der Stadt brachen nach den Attacken Feuer aus. Vorläufigen Angaben zufolge entstand in einem östlichen Stadtbezirk Schaden an Gebäuden. Im Westen Kiews geriet ein Bürohaus in Brand, außerdem wurde ein unbewohntes Gebäude beschädigt.

Wadephul sieht Chance für Gespräche

Trotz der jüngsten Eskalation hält Bundesaußenminister Johann Wadephul den Moment für geeignet, um einen neuen Anlauf für Verhandlungen zu starten. Er sagte dem Tagesspiegel, man solle nun einen sehr ernsten Versuch unternehmen. Nach seiner Einschätzung würden weder der Krieg in der Ukraine noch der Konflikt mit dem Iran auf dem Schlachtfeld entschieden.

Die Angriffe rund um den NATO-Gipfel wertete Wadephul als bewusstes Signal der Stärke. Gleichzeitig verwies er auf die dort vereinbarten Finanzzusagen. Diese seien aus seiner Sicht eine klare Botschaft an Russlands Präsidenten Wladimir Putin, dass die Ukraine langfristig durchhalten könne und Moskau deshalb verhandeln müsse.

Foto: Wikimedia Commons / Olaf Kosinsky, CC BY-SA 3.0 de