Neue Angriffe im Iran-Krieg
Nach dem Tod von zwei US-Soldaten in Jordanien haben die USA neue Luftangriffe auf Iran gemeldet. Iran reagierte mit Drohnenattacken auf zwei US-Militärstützpunkte in Kuwait und setzt das Abkommen mit Washington aus.

Die Lage zwischen den USA und Iran spitzt sich weiter zu. Nach dem Tod von zwei US-Soldaten in Jordanien meldete das US-Militär neue Luftangriffe auf iranische Ziele. Nach Angaben des zuständigen Regionalkommandos CENTCOM sollten damit Einheiten der iranischen Revolutionsgarde schnell getroffen und Irans Möglichkeiten geschwächt werden, die Schifffahrt in der Straße von Hormus zu bedrohen.
Berichtet wurde unter anderem von Raketenschlägen in der Nähe der Insel Gheschm im Persischen Golf. Die Reaktion aus Teheran ließ nicht lange auf sich warten: Die iranische Armee erklärte, sie habe mit Drohnenangriffen auf zwei US-Militärstützpunkte in Kuwait geantwortet. Nach Darstellung der Streitkräfte war das die direkte Antwort auf die amerikanischen Attacken.
Tote Soldaten erhöhen den Druck
Auslöser der neuen Eskalation war ein iranischer Beschuss in Jordanien. Dort kamen nach US-Angaben am Freitag zwei amerikanische Soldaten bei einem Einsatz ums Leben. Die Truppen hätten sich gemeinsam mit Verbündeten gegen iranische Raketen- und Drohnenangriffe verteidigt. Ein weiterer Soldat wird demnach noch vermisst.
- 2 US-Soldaten in Jordanien getötet
- 1 weiterer Soldat wird vermisst
- Offiziell bekannte Zahl gefallener US-Soldaten steigt auf 16
Abkommen mit den USA ausgesetzt
Parallel zur militärischen Zuspitzung hat Iran auch politisch nachgelegt. Teheran erklärte am Samstag, das Rahmenabkommen mit den USA habe aus iranischer Sicht keine Gültigkeit mehr. Zur Begründung hieß es, die Vereinigten Staaten hätten mit ihrem Vorgehen gegen Verpflichtungen aus der Absichtserklärung von Islamabad verstoßen. Deshalb fühle sich nun auch Iran nicht mehr an die Vereinbarung gebunden.
Mit den neuen Angriffen auf beiden Seiten wächst der Druck auf US-Präsident Donald Trump weiter. Die Entwicklung zeigt, wie schnell sich der Konflikt militärisch und diplomatisch zugleich verschärft.