Neue Angriffe erschüttern Teheran
In Teheran hat nächtliches Flugabwehrfeuer die Angst vor einer weiteren Eskalation im Krieg mit den USA verstärkt. Gleichzeitig meldeten die USA neue Angriffe im Iran, während iranische Raketen auf Jordanien, Kuwait und Bahrain abgefeuert wurden.

In Teheran haben nächtliche Explosionen und Flugabwehrfeuer die Sorge vor einer weiteren Zuspitzung im Krieg mit den USA verstärkt. Im Nordosten der Millionenstadt wurden viele Bewohner gegen 3.30 Uhr Ortszeit aus dem Schlaf gerissen. Rund eine halbe Stunde lang waren dumpfe Detonationen zu hören. Es war laut Bericht das erste Mal seit Beginn der jüngsten Eskalation, dass die Luftabwehr in der iranischen Hauptstadt wieder aktiv wurde.
Fast zeitgleich meldete das US-Militär eine neue Angriffswelle auf militärische Ziele im Iran. Wenig später erklärte das zuständige Regionalkommando das Ende der Einsätze. Erst Stunden danach berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars, dass über Teheran eine feindliche Drohne abgeschossen worden sei.
Iran greift Verbündete der USA an
Währenddessen feuerten Irans Streitkräfte erneut Raketen auf Staaten in der Region, die mit den USA verbündet sind. Betroffen waren nach Medienberichten Jordanien, Kuwait und Bahrain. Jordanien fing laut staatlicher Nachrichtenagentur Petra vier von sechs ballistischen Raketen ab. Über Schäden oder Opfer wurde dort zunächst nichts bekannt. Videos zeigten allerdings Rauch im Raum der Küstenstadt Akaba, wo schon vor wenigen Tagen Angriffe gemeldet worden waren.
- Jordanien meldet das Abfangen von 4 von 6 Raketen
- Keine bestätigten Opfer oder Schäden im Königreich
- Auch Kuwait und Bahrain wurden als Ziele genannt
US-Angriffe gehen in die elfte Nacht
Die jüngsten US-Attacken waren bereits die elfte Nacht in Folge. Nach Angaben des US-Kommandos Centcom richteten sie sich gegen militärische Kommandozentren, die iranische Marine und Standorte der Luftwaffe. Ziel sei es, Irans Fähigkeiten zu schwächen, Handelsschiffe in der strategisch wichtigen Straße von Hormuz anzugreifen. Genaue Orte nannte das Militär nicht, der Iran meldete aber erneut Angriffe vor allem am Persischen Golf im Süden des Landes.
Zuvor hatte Donald Trump weitere Angriffe angekündigt. Im Weißen Haus verwies der US-Präsident dabei ausdrücklich auf ein Gebiet rund um eine Anlage, die als „Pickaxe Mountain“ bekannt ist. Der Komplex liegt laut Bericht in einem Berg südlich der Nuklearanlage Natans im Zentraliran. Damit wächst die Angst, dass der Konflikt in der Region noch weiter außer Kontrolle geraten könnte.
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