JETZT LIVE
Politik4. Juli 2026 · von Redaktion

Neue Angriffe erschüttern Mali

Im Norden Malis haben islamistische Gruppen mehrere Städte attackiert. Das Militär spricht von einer unübersichtlichen Lage, auch nahe der Hauptstadt gab es bewaffnete Zwischenfälle.

Neue Angriffe erschüttern Mali

Im Norden Malis ist die Sicherheitslage erneut eskaliert. Nach Angaben des Militärs wurden mehrere Städte fast zeitgleich von islamistischen Terroristen angegriffen. Genannt wurden Gao, Aguelhok, Anefis und Sefare. Viele Details lagen zunächst nicht vor, die Armee sprach lediglich von einer weiterhin schwer überschaubaren Lage.

Zusätzlich soll es auch in der Nähe der Hauptstadt Bamako zu bewaffneten Zwischenfällen gekommen sein. Laut Militär ereigneten sich diese rund 60 Kilometer von Bamako entfernt. Weitere Informationen zu Ablauf, möglichen Opfern oder den Hintergründen wurden vorerst nicht veröffentlicht.

Erinnerungen an die Attacken im April

Die neuen Angriffe kommen nur wenige Wochen nach einer weiteren schweren Eskalation in Mali. Ende April hatten Kämpfer der islamistischen Gruppe JNIM bereits mehrere Städte des Landes attackiert. Bei diesen Angriffen wurde auch der Verteidigungsminister der malischen Militärjunta getötet.

Besonders brisant war damals, dass die Attacken erstmals koordiniert von JNIM und der Tuaregmiliz FLA verübt worden sein sollen. Beide Gruppen standen zuvor eher auf gegnerischen Seiten. Die Entwicklung wurde deshalb als neues Warnsignal für die ohnehin fragile Sicherheitslage im Land gewertet.

JNIM gilt als Ableger des Terrornetzwerks al-Kaida in der Sahelzone. Die aktuellen Meldungen deuten darauf hin, dass sich die Lage in Mali weiter zuspitzt. Vorerst bleibt aber offen, wie groß das Ausmaß der neuen Angriffe tatsächlich ist.