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Musik & Film23. Juli 2026, 09:00 Uhr · von Redaktion

Musk plant KI-„Odyssee“

Elon Musk will laut „Variety“ bis Ende 2026 einen komplett KI-generierten Spielfilm nach Homers „Odyssee“ produzieren. Auf X kündigte er eine angeblich „historisch korrekte“ Version mit seinem System Grok Imagine an.

Musk plant KI-„Odyssee“

Elon Musk will sich an Homers „Odyssee“ wagen – und zwar nicht mit einem klassischen Filmteam, sondern mit KI. Wie das US-Branchenportal „Variety“ berichtet, plant der Unternehmer eine eigene Verfilmung des antiken Epos, die mit seinem System Grok Imagine entstehen soll. Auf seiner Plattform X stellte Musk in Aussicht, dass der vollständig KI-generierte Spielfilm noch vor Ende 2026 fertig sein könnte.

Die Ankündigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Christopher Nolans Version der „Odyssee“ noch gar nicht erschienen ist. Musk hatte dessen Besetzung bereits im Vorfeld öffentlich attackiert. Vor allem das Casting von Lupita Nyong'o sowie von Elliot Page stellte er infrage. Damit knüpft sein neues Projekt direkt an eine Debatte an, die er selbst mit angestoßen hat.

KI-Film statt klassischer Produktion

Zur Vorstellung des Vorhabens zeigte Musk einen etwa dreiminütigen KI-Kurzfilm, der laut Bericht von einem X-Nutzer mit Grok Imagine erstellt wurde. Weitere Details zur geplanten Produktion nannte er zunächst nicht. Offen blieb also unter anderem, wie groß das Projekt werden soll und wann oder wo der Film später veröffentlicht werden könnte.

  • geplant als vollständig KI-generierter Spielfilm
  • Produktion mit dem System Grok Imagine
  • angekündigter Zeitraum: vor Ende 2026

Diskussion um „historisch korrekt“

Besonders für Gesprächsstoff sorgt Musks Ankündigung, die alternative „Odyssee“-Verfilmung solle „historisch korrekt“ und Homers Kunst treu sein. Genau das wirft Fragen auf: Das rund 2.800 Jahre alte Werk ist ein mythologisches Epos mit Figuren wie Zyklopen und der Zauberin Kirke. Wie sich so ein Stoff überhaupt „historisch korrekt“ umsetzen lässt, bleibt unklar.

Naheliegend ist deshalb, dass Musk mit seiner Formulierung vor allem auf Herkunft und Geschlechtsidentität der Darsteller zielt. Der xAI-Gründer hatte sich schon zuvor gegen die Besetzung in Nolans Film positioniert. Im Zusammenhang mit Elliot Page wurden ihm zudem erneut transfeindliche Äußerungen vorgeworfen, über die er sich bereits mehrfach öffentlich geäußert hatte.

Foto: focus