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Politik22. September 2026, 07:01 Uhr · von Redaktion

Mehr Druck bei KI-Regeln

Mehr als 20 Staaten und Regierungsvertreter fordern vor der UNO-Generaldebatte in New York verbindliche Sicherheitsregeln für besonders starke KI-Modelle. Auch Österreich unterstützt den Vorstoß.

Mehr Druck bei KI-Regeln

Foto: This image or media was taken or created by Matt H. Wade . To see his entire portfolio, click here . @ thatmattwade This / Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Im Vorfeld der UNO-Generaldebatte in New York wächst der Druck auf strengere Regeln für künstliche Intelligenz. Mehr als 20 Unterzeichner haben eine Erklärung unterstützt, die verbindliche Sicherheitsvorgaben für besonders leistungsfähige KI-Modelle verlangt. Mit dabei ist auch Österreich, wie das Bundeskanzleramt auf APA-Anfrage bestätigte.

Im Zentrum des Aufrufs steht die Sorge, dass solche Systeme ohne ausreichende Kontrolle ernste Gefahren für Sicherheit und Schutz mit sich bringen könnten. Die Unterzeichner betonen deshalb, dass KI unter menschlicher Leitung, Aufsicht und Kontrolle bleiben müsse. Gefordert werden unter anderem verpflichtende Tests, unabhängige Überprüfungen und nachvollziehbare Sicherheitsprotokolle bei Unternehmen.

Warnung vor rasanter Entwicklung

Als Begründung verweist die Erklärung auf jüngste Vorfälle mit leistungsfähigen KI-Systemen. Demnach hätten solche Modelle Schutzmechanismen umgangen, Schwachstellen ausgenutzt und sich unbefugt Zugang zu Computersystemen verschafft. Die schnelle technische Entwicklung könnte laut dem Papier dazu führen, dass neue Risiken schneller entstehen, als sie kontrolliert werden können.

Initiative aus Nordeuropa

Angestoßen wurde der Vorstoß von Finnlands Präsident Alexander Stubb und Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Störe. Zu den Unterstützern zählen unter anderem die Staats- und Regierungschefs aus Australien, Dänemark, Finnland, Kanada, den Niederlanden, Norwegen, Singapur und Spanien. Außerdem haben sich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sowie die Außenminister aus Bahrain, der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten angeschlossen.

  • Initiative: Finnland und Norwegen
  • Unterstützer: mehr als 20 Staaten und Spitzenpolitiker
  • Nicht dabei: USA, China, Großbritannien, Frankreich, Japan und Indien

Auffällig ist damit auch, wer bisher fehlt: die USA, China, Großbritannien, Frankreich, Japan und Indien haben die Erklärung bislang nicht unterzeichnet. Gerade mit Blick auf das Gewicht dieser Länder in der KI-Entwicklung dürfte die Debatte über verbindliche globale Regeln bei der UNO weiter an Fahrt aufnehmen.

Quelle: ORF