Iran-Krieg spitzt sich zu
Die USA haben in der neunten Nacht in Folge Ziele im Iran bombardiert. Teheran meldet Explosionen in mehreren Regionen, reagiert mit Angriffen auf Bahrain und Kuwait - gleichzeitig gibt es erste neue Signale für Gespräche.

Im Krieg mit dem Iran haben die USA in der neunten Nacht in Folge Ziele in der Islamischen Republik angegriffen. Nach Angaben des US-Militärs standen diesmal unter anderem militärische Kommandozentralen, Flugabwehr, Küstenüberwachung, Vorrichtungen für Raketen- und Drohnenstarts sowie Kommunikationsnetze im Visier. Aus dem Iran wurden Explosionen aus mehreren Landesteilen gemeldet.
Iranische Medien berichteten von Detonationen unter anderem in Tabris, Tschahbahar, Konarak, Mahschahr und Bandar Imam Chomeini. Auch aus dem Raum Sirik nahe der Straße von Hormus sowie aus der Provinz Buschehr wurden Zwischenfälle gemeldet. Gleichzeitig setzte Teheran seine Vergeltung fort: In Kuwait meldeten die Streitkräfte neue Drohnenangriffe aus dem Iran, in Bahrain heulten erneut Sirenen.
Neue Angriffe, neue Sorgen
Mit der anhaltenden Eskalation wächst auch die Nervosität in der Region. Die Ölpreise stiegen wieder über 90 US-Dollar und damit erstmals seit Anfang Juni auf dieses Niveau. Außerdem berichten Medien, dass die USA zusätzliche Kampf- und Tankflugzeuge in den Nahen Osten verlegen. In Teheran selbst wächst laut Bericht die Sorge, dass bei einer weiteren Zuspitzung auch die Millionenmetropole stärker ins Visier geraten könnte.
- US-Angriffe auf militärische Infrastruktur im Iran
- Iranische Drohnenangriffe auf Kuwait
- Erneute Alarmierung in Bahrain
- Steigende Ölpreise und militärische Verstärkung der USA
Diplomatie bleibt ein Thema
Trotz der neuen Angriffswelle gibt es erstmals seit Tagen auch wieder vorsichtige Signale in Richtung Verhandlungen. US-Außenminister Marco Rubio sagte, Washington bleibe offen für Diplomatie, wenn Teheran bereit sei, eine Vereinbarung einzuhalten. Auch aus Iran hieß es, über Vermittler seien Vorschläge zur Wiederaufnahme von Gesprächen eingegangen. Gleichzeitig stellte Teheran klar, dass man sich weiter entschlossen verteidigen werde.
US-Präsident Donald Trump begründete die jüngsten Attacken mit dem Tod mehrerer US-Soldaten und sprach davon, den Iran erneut hart getroffen zu haben. Während auf beiden Seiten weiter militärische Signale gesetzt werden, bleibt die Lage extrem angespannt - mit wachsender Sorge vor einer noch breiteren Ausweitung des Kriegs in der Golfregion.
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