Hormus dicht, USA schlagen zu
Nach einem Angriff auf ein Containerschiff in der Straße von Hormus haben die USA nach eigenen Angaben erneut Ziele im Iran attackiert. Teheran erklärte die wichtige Meerenge bis auf Weiteres für gesperrt.

Die Lage zwischen den USA und Iran ist erneut dramatisch gekippt: Nach Angaben des US-Militärs wurden wieder Ziele im Iran angegriffen. Auslöser war demnach ein Vorfall in der Straße von Hormus, wo ein Containerschiff unter zyprischer Flagge attackiert wurde. Ein ziviles Besatzungsmitglied werde vermisst, außerdem könne das Schiff wegen eines Feuers an Bord und schwerer Schäden im Maschinenraum nicht weiterfahren.
Neue Eskalation auf zentraler Seeroute
Das für die Region zuständige US-Zentralkommando erklärte auf X, die Angriffe seien auf Anweisung von US-Präsident Donald Trump erfolgt. Hintergrund sei die Attacke der iranischen Revolutionsgarde auf das zivile Schiff in der strategisch wichtigen Meerenge. Damit ist der Konflikt nur kurz nach neuen diplomatischen Kontakten wieder voll aufgeflammt.
Von iranischer Seite hieß es, die Revolutionsgarde habe Warnschüsse auf ein Schiff abgegeben, das eine nicht genehmigte Route genutzt habe. Laut staatlicher Nachrichtenagentur sei das Schiff getroffen und gestoppt worden. Anschließend erklärte Iran die Straße von Hormus bis auf Weiteres für gesperrt. Solange die amerikanischen Interventionen in der Region andauerten, solle kein Schiff passieren dürfen.
Feuerpause faktisch vorbei
Die neuen Angriffe markieren bereits die dritte Runde von US-Attacken in dieser Woche. Nach einem Rahmenabkommen zwischen Washington und Teheran hatte es im vergangenen Monat zunächst etwas Entspannung gegeben. In der Nacht zum Mittwoch nahmen die USA ihre massiven Angriffe jedoch wieder auf, nachdem Trump die zuvor vereinbarte Feuerpause für beendet erklärt hatte. Daraufhin griff Iran erneut US-Stützpunkte in der Region an.
- US-Angriffe auf Ziele im Iran nach Schiffsvorfall
- Containerschiff in der Straße von Hormus schwer beschädigt
- Iran sperrt die Meerenge „bis auf Weiteres“
Erst am Samstag hatte Omans Außenminister Badr al-Busaidi seinen iranischen Kollegen Abbas Araghtschi empfangen, um über die Lage in der Straße von Hormus zu sprechen. Im iranischen Staatsfernsehen war von Gesprächen über Mechanismen für eine sichere Schifffahrt die Rede. Ob diese Vermittlungsbemühungen nach der neuen Eskalation noch weitergehen, ist derzeit offen.