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Politik10. Juli 2026, 15:01 Uhr · von Redaktion

Hitze-Inferno in Europa

Extreme Temperaturen bis fast 40 Grad setzen Europa erneut unter Druck. In Südspanien starben bei einem Waldbrand in der Provinz Almeria zwölf Menschen, während auch Frankreich, Portugal und Italien mit Feuern und Evakuierungen kämpfen.

Hitze-Inferno in Europa

Europa erlebt erneut eine massive Hitzewelle: In mehreren Ländern sorgen Trockenheit und Temperaturen um 40 Grad für eine dramatische Lage. Besonders schwer getroffen ist derzeit Spanien, wo sich zahlreiche Waldbrände ausbreiten. In der südspanischen Provinz Almeria kamen bei einem einzelnen Feuer zwölf Menschen ums Leben, mehr als 20 weitere wurden zunächst vermisst.

Schwere Brandkatastrophe in Südspanien

Das Feuer erfasste ein Waldgebiet rund um die Gemeinde Los Gallardos und breitete sich nach Behördenangaben extrem schnell aus. Die Bevölkerung war aufgefordert worden, in den Häusern zu bleiben. Mehrere Todesopfer soll es gegeben haben, als Menschen trotzdem versuchten, mit Autos zu fliehen. Weitere Opfer wurden laut Behörden gefunden, nachdem sie ihre Fahrzeuge verlassen hatten und zu Fuß abseits der vorgesehenen Evakuierungswege fliehen wollten.

Nach ersten Angaben könnte ein gerissenes Stromkabel den Brand ausgelöst haben, das auf ausgetrocknetes Buschland fiel. Die Löscharbeiten wurden zusätzlich durch das zerklüftete Gelände mit vielen Schluchten erschwert. Spaniens Regierungschef Pedro Sanchez und auch das Königshaus reagierten bestürzt. Für Spanien ist es der tödlichste Waldbrand seit 2005.

Auch Frankreich und Italien betroffen

Die Hitzewelle trifft nicht nur Spanien. Auch in Portugal und Frankreich begünstigen die extremen Bedingungen neue Brände. In Südfrankreich mussten Anfang der Woche nach einem außer Kontrolle geratenen Feuer nahe der spanischen Grenze mehr als 10.000 Menschen aus mehreren Ortschaften in Sicherheit gebracht werden. Die französische Regierung aktivierte deshalb einen besonderen Hitze-Notfallplan mit Abkühlzentren für gefährdete Menschen.

  • Spanien: mehr als 50.000 Hektar seit Jahresbeginn verbrannt
  • Frankreich: über 10.000 Menschen vor Bränden in Sicherheit gebracht
  • Italien: Feuer im Piemont wuchs binnen 24 Stunden von rund 100 auf mehr als 600 Hektar

Im norditalienischen Piemont weitete sich ein Waldbrand innerhalb eines Tages drastisch aus. Aus dem Ort Colloro wurden vorsorglich rund 150 Menschen evakuiert. Auch in Österreich kündigt sich unterdessen wieder deutlich heißeres Wetter an. Die Lage zeigt einmal mehr, wie schnell aus extremer Sommerhitze eine ernste Gefahr werden kann.