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Musik4. Juli 2026 · von Redaktion

Harfenbauer trifft den richtigen Ton

In Langenzersdorf entstehen jedes Jahr nur wenige Harfen – dafür mit viel Präzision und Leidenschaft. Eine weiße Harfe aus dieser Werkstatt war sogar beim Song Contest 2026 zu hören.

Harfenbauer trifft den richtigen Ton

Eine Harfe ist weit mehr als nur ein schönes Bühneninstrument. Sie gilt als technisch anspruchsvoll und komplex – und genau darin liegt für Gabriel Schwarzmann der Reiz. Der Harfenbauer arbeitet in Langenzersdorf im Bezirk Korneuburg und widmet sich dort mit großer Leidenschaft einem Handwerk, das selten geworden ist.

In seiner Werkstatt entstehen pro Jahr rund zehn Harfen. Damit bleibt jedes Instrument ein aufwendig gefertigtes Einzelstück. Schwarzmann baut nicht in großer Serie, sondern konzentriert sich auf ein Instrument, das nicht nur durch seinen Klang, sondern auch durch seine besondere Optik fasziniert.

Weiße Harfe auf großer Bühne

Wie weit es ein Instrument aus dem Weinviertel schaffen kann, zeigte zuletzt der Song Contest 2026. In der Wiener Stadthalle war eine weiße Harfe aus Schwarzmanns Werkstatt zu sehen und zu hören. Sie eröffnete dort „Eclipse“, den australischen Beitrag von Delta Goodrem.

Damit rückte ein Instrument ins Rampenlicht, das sonst oft eher im Hintergrund wirkt. Gerade die Kombination aus Klang und Erscheinung machte die Harfe zu einem auffälligen Teil des Auftritts. Für den Harfenbauer aus Langenzersdorf ist das ein besonderer Beleg dafür, wie viel Wirkung in einem sorgfältig gebauten Instrument steckt.

Der Alltag in diesem Beruf bleibt dennoch vor allem Handarbeit, Genauigkeit und Hingabe. Wer Harfen baut, arbeitet an einem Instrument, das hohe technische Anforderungen mit künstlerischem Anspruch verbindet. Bei Gabriel Schwarzmann wird daraus gelebte Passion – und manchmal sogar ein Auftritt auf einer der größten Musikbühnen Europas.