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Musik & Film17. Juli 2026, 09:01 Uhr · von Redaktion

Gewitter, Lorde, volle Hänge

Beim 43. Gurtenfestival auf dem Berner Hausberg trotzt das Publikum dem Unwetter. Vor allem Lorde, Sean Paul und mehrere starke Schweizer Acts sorgen trotz Regen für Gesprächsstoff.

Gewitter, Lorde, volle Hänge

Das 43. Gurtenfestival läuft seit Mittwochnachmittag auf dem Berner Hausberg – und schon in den ersten Tagen ist klar: Auf dem «Güsche» wird nicht nur über Musik gesprochen, sondern auch über das Wetter. Besonders am Donnerstagabend prasselte der Regen heftig auf das Gelände, doch viele Fans blieben trotzdem vor der Hauptbühne stehen. Wer für Lorde ausharrte, wurde laut SRF mit einem mitreissenden Auftritt belohnt.

Mehr Platz, grosse Namen

Neu liegt die Kapazitätsgrenze bei 27'000 Eintritten pro Tag statt bisher 25'000. Entsprechend voll wurde es vor allem bei den grossen Namen im Line-up. Zu den Headlinern zählen in diesem Jahr unter anderem Sean Paul, Teddy Swims, Lily Allen, Lorde, Nina Chuba und Kraftklub. Auch Schweizer Acts sind prominent vertreten und prägen den Festival-Talk mit.

  • Headliner: Sean Paul, Teddy Swims, Lily Allen, Lorde, Nina Chuba, Kraftklub
  • Schweizer Namen im Programm: Lo & Leduc, Brandão Faber Hunger, To Athena
  • Festivaldauer: von Mittwochnachmittag bis Samstagnacht

Zwischen Triumph und Fragezeichen

Nicht alle Shows zündeten gleich stark. Während die puertoricanische Rapperin Young Miko das Publikum auf der Zeltbühne überzeugte und Mel D als passendes Nachmittagsbooking auf der Waldbühne auffiel, sprang der Funke bei Moictani laut SRF nicht ganz aufs Gurtenpublikum über. Lily Allen wiederum sorgte mit einer Setlist für Diskussionen: Sie spielte demnach ausschliesslich Songs ihres neuen Albums «West End Girl» – sehr zum Ärger jener, die auf ältere Hits gehofft hatten.

Besonders stark fiel auch der gemeinsame Auftritt von Dino Brandão, Faber und Sophie Hunger auf. Ihre eher fragilen Songs gewannen auf der Bühne an Wucht, nicht zuletzt durch die drei Stimmen, die laut SRF perfekt zusammenharmonierten. Dazu kamen die typischen Festivalbilder zwischen entspanntem Nachmittagslicht, Seifenblasen und dicht gefüllter Fläche vor der Hauptbühne – etwa kurz vor und während der Show von Sean Paul. Das Gurten liefert damit schon früh alles, worüber man auf einem Festival reden will: Wetterdrama, volle Plätze und Acts, die abliefern.