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Politik12. Juli 2026, 07:02 Uhr · von Redaktion

Flucht endet in bitterer Armut

Aus Angst vor fremdenfeindlicher Gewalt verlassen Zehntausende Migranten Südafrika und kehren unter anderem nach Simbabwe und Malawi zurück. Viele haben fast alles verloren und stehen in ihrer Heimat ohne Arbeit und Perspektive da.

Flucht endet in bitterer Armut

Die Angst vor fremdenfeindlicher Gewalt treibt in Südafrika Zehntausende Migranten zur Flucht. Viele kehren in Nachbarländer wie Simbabwe oder Malawi zurück - oft mit nicht mehr als ein paar persönlichen Sachen. Statt Sicherheit erwartet sie dort jedoch häufig Armut, Arbeitslosigkeit und ein ungewisser Neuanfang.

Überfall, Flucht, Rückkehr

Wie dramatisch die Lage ist, zeigt das Beispiel von Takesure Nyawo. Der Mann aus Chitungwiza im Süden von Harare war 2017 mit seiner Frau und den Kindern nach Südafrika gegangen, um dort Arbeit zu finden - ohne gültige Papiere. Lange habe das funktioniert, bis seine Unterkunft überfallen wurde. Nach eigenen Angaben wurden Kühlschrank, Fernseher und Werkzeuge gestohlen, die Täter seien mit großen Messern bewaffnet gewesen. Für Nyawo war danach klar: Er bringt seine Familie zurück nach Simbabwe.

Doch in der Heimat wartet nicht automatisch ein Ausweg. Nyawo hat bislang keine Arbeit gefunden und hofft nun auf irgendeine Beschäftigung, um wieder Geld zu verdienen. Sein Ziel: neues Werkzeug kaufen und damit erneut arbeiten können, auch um das Schulgeld für seine Kinder aufzubringen.

Kaum Hilfe nach der Heimkehr

Die meisten Migranten in Südafrika stammen laut Bericht aus folgenden Ländern:

  • Simbabwe
  • Mosambik
  • Lesotho
  • Malawi

Zwar unterstützt die Regierung in Simbabwe ihre Staatsbürger bei der Rückkehr aus Südafrika. Bei Jobs oder Perspektiven vor Ort fehlt jedoch offenbar ein klarer Plan. Ein Sprecher der Gemeinschaft aus Simbabwe in Kapstadt kritisiert, viele kehrten zurück, ohne zu wissen, was sie in ihrer Heimat überhaupt erwartet. Der Grund für ihre Ausreise sei derselbe wie zuvor: In Simbabwe gebe es kaum Arbeit.

Auch in Malawi ist die Lage angespannt. Die Regierung organisiert zwar Transporte für Rückkehrer, doch viele Familien stehen nach der Ankunft vor dem Nichts. Eine Mutter von vier Kindern schildert, dass sie ohne Besitz zurückgekommen sei und nicht wisse, wie sie mit ihren Kindern überleben solle. Damit zeigt sich: Die Flucht aus Südafrika bringt für viele zwar Sicherheit - aber noch lange keine neue Zukunft.