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Politik27. Juli 2026, 07:02 Uhr · von Redaktion

Flammen-Hölle in Frankreich

Heftige Waldbrände treiben in Frankreich und Spanien Hunderttausende aus ihren Häusern. Rund 300.000 Menschen wurden evakuiert, besonders kritisch ist die Lage bei Bordeaux und in der Region Madrid.

Flammen-Hölle in Frankreich

Die Waldbrände in Frankreich und Spanien spitzen sich weiter zu. Wegen der anhaltenden Trockenheit mussten nach Angaben aus der aktuellen Lage insgesamt rund 300.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Besonders dramatisch ist die Situation im Südwesten Frankreichs rund um Bordeaux, wo eine der grössten Evakuierungsaktionen der französischen Geschichte läuft.

Bordeaux rüstet sich für weitere Evakuierungen

Am stärksten betroffen ist das Département Gironde rund um Bordeaux. Allein am Samstagabend wurde für weitere 55.000 Menschen in mehreren Gemeinden die Evakuierung angeordnet. Schon zuvor mussten 31.000 Bewohnerinnen und Bewohner im benachbarten Département Landes ihre Häuser verlassen. Seit Mittwoch summiert sich die Zahl der Evakuierten in der Region damit auf rund 220.000.

Die Feuer bleiben schwer unter Kontrolle. Nach Angaben von Bürgermeister Thomas Cazenave ist der Brand inzwischen nur noch etwa 15 Kilometer von Bordeaux entfernt. Die Metropole bereitet sich deshalb bereits auf zusätzliche Evakuierungen vor. Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez erklärte auf X, das Feuer in der Gironde sei in der Nacht wieder extrem heftig und unberechenbar geworden.

Auch Spanien verhängt den Notstand

Parallel dazu kämpfen auch die Einsatzkräfte in Spanien gegen grosse Waldbrände. Besonders betroffen ist die Region Madrid. Die Regierung rief dort den Notstand aus und leitete ebenfalls Evakuierungen ein. Bei Valencia kam zudem ein Mann bei einem Waldbrand ums Leben.

  • Rund 300.000 Menschen insgesamt evakuiert
  • Davon etwa 220.000 in Frankreich seit Mittwoch
  • Brände bei Bordeaux nur noch rund 15 Kilometer von der Stadt entfernt
  • In Spanien gilt in der Region Madrid der Notstand

Die Entwicklung zeigt, wie angespannt die Lage in beiden Ländern bleibt. Während die Feuerfronten weiter vorrücken, versuchen die Behörden vor allem eines: möglichst viele Menschen rechtzeitig aus den gefährdeten Gebieten herauszubringen.