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Politik5. Juli 2026, 19:00 Uhr · von Redaktion

Feueralarm in Südeuropa

In mehreren Ländern Südeuropas kämpfen Einsatzkräfte gegen schwere Wald- und Flächenbrände. In Griechenland zog giftiger Rauch über Thessaloniki, in Portugal wurden mindestens 13.000 Hektar Land zerstört.

Feueralarm in Südeuropa

Die Waldbrände in Südeuropa haben sich am Wochenende weiter verschärft. Besonders angespannt war die Lage in Griechenland, wo nahe Thessaloniki ein Großbrand in einer Recyclinganlage und einer Textilfabrik ausbrach. Dichte Rauchwolken legten sich über weite Teile der Stadt, vielerorts war verbranntes Plastik zu riechen. Weil der Qualm möglicherweise giftig ist, forderten die Behörden die Menschen auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Das Feuer breitete sich auch in Richtung Wohnhäuser im Vorort Oreokastro aus. Dort wurden Evakuierungen angeordnet. Gleichzeitig galt in mehreren griechischen Regionen, darunter Athen und Kreta, wegen Hitze und starkem Wind die zweithöchste Warnstufe. Die Feuerwehr war rund um Thessaloniki auch aus der Luft im Einsatz.

Brände auch in Frankreich

Nicht nur Griechenland ist betroffen: In den französischen Pyrenäen kämpften Einsatzkräfte gegen Flammen auf fast 1.000 Hektar. Der Brand war in einem schwer zugänglichen Berggebiet bei Trévillach nahe der spanischen Grenze ausgebrochen. Die Behörden wiesen die Bürgermeister an, Bewohner abgelegener Häuser vorsorglich im Rathaus zu sammeln, damit sie im Notfall geschützt werden können.

Auch aus Südostfrankreich wurde ein weiterer Waldbrand gemeldet. Dort standen laut Behörden etwa 300 Hektar in Flammen. Die Lage zeigt, wie breit sich die Feuerfronten aktuell über den Süden Europas ziehen.

Portugal und Spanien weiter unter Druck

Im Norden Portugals bekämpften Feuerwehrleute einen Brand, der seit Donnerstag mindestens 13.000 Hektar Land vernichtet hat. Am Sonntag war die Situation nach Angaben des Zivilschutzes zwar weitgehend unter Kontrolle, doch die Schäden sind enorm.

  • Portugal: mindestens 13.000 Hektar zerstört
  • Spanien: mehr als 2.200 Hektar Vegetation in einem Schutzgebiet verbrannt
  • Frankreich: fast 1.000 Hektar Brandfläche in den Pyrenäen

Auch nahe der spanischen Costa Brava konnte ein Feuer in einem Naturschutzgebiet weitgehend eingedämmt werden. Dort wurden mehr als 2.200 Hektar Vegetation verwüstet. Die Feuerwehr stellte sich dennoch auf einen schwierigen Tag ein — vor allem wegen einer neuen Hitzewelle.