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Politik11. Juli 2026, 19:01 Uhr · von Redaktion

Feuer-Horror in Andalusien

Der Waldbrand im Süden Spaniens breitet sich weiter aus: In der Provinz Almeria mussten mehr als 1.400 Menschen evakuiert werden. Mindestens 12 Menschen kamen ums Leben, die Feuerwehr meldet aber erste Fortschritte.

Feuer-Horror in Andalusien

Der schwere Waldbrand in Andalusien hat sich weiter ausgedehnt. In der Urlaubsprovinz Almeria mussten in der Nacht zu Samstag erneut Menschen ihre Häuser verlassen. Nach Behördenangaben wurden mehr als 1.400 Einwohner und Camper in Sicherheit gebracht. Betroffen war auch ein Campingplatz, während die Flammen sich unweit von Mittelmeerstränden wie Playa de Mojácar ausbreiteten.

Augenzeugen schilderten, wie rasant sich das Feuer am Freitag voranbewegte. Der Regionalpräsident sprach davon, dass der Brand zeitweise eine Strecke von 15 Kilometern in zwei Stunden zurückgelegt habe. Das Feuer war am Donnerstag ausgebrochen. Als mögliche Ursache gilt nach bisherigen Angaben eine herabgestürzte Stromleitung.

Zwölf Tote, viele Einsatzkräfte

Bei dem Brand kamen mindestens zwölf Menschen ums Leben. Nach vorläufigen Behördeninformationen waren darunter auch Ausländer. Sie wurden demnach in ihren Fahrzeugen von den Flammen eingeschlossen. Vermutet wird, dass es sich überwiegend um britische und belgische Staatsbürger sowie einen Spanier handelt.

  • rund 500 Feuerwehrleute und Soldaten im Einsatz
  • mehr als 20 Löschflugzeuge unterstützen aus der Luft
  • bisher etwa 6.600 Hektar Wald- und Buschfläche zerstört

Feuerwehr meldet erste Fortschritte

Trotz der dramatischen Lage gibt es vorsichtige Hoffnung. Wegen günstigerer Wetterbedingungen kommt die Feuerwehr bei der Bekämpfung des Feuers voran. Nach Angaben der Einsatzleitung können die Kräfte nun erstmals direkt gegen die Flammen vorgehen. Zuvor lag der Schwerpunkt darauf, dichter besiedelte Küstenorte vor einer weiteren Ausbreitung zu schützen.

Aus Madrid hieß es zudem, Teile des Brandes seien inzwischen fast stabilisiert. In mehreren Abschnitten bleibe die Situation aber schwierig und unberechenbar. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz reagierte betroffen auf die Feuerkatastrophe und sprach dem spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez seine Anteilnahme aus.