FCN warnt vor Cottbus-Wucht
Der 1. FC Nürnberg tritt am Freitagabend bei Energie Cottbus an. FCN-Trainer Miroslav Klose erwartet gegen den offensivstarken Aufsteiger eines der schwersten Spiele, obwohl die Lausitzer schon 16 Gegentore kassiert haben.

Foto: nordbayern
Der 1. FC Nürnberg ist weiter ungeschlagen und reist am Freitagabend zu Energie Cottbus – doch von einer vermeintlich leichten Aufgabe will beim Club niemand sprechen. Trainer Miroslav Klose stellte vor dem Flutlichtspiel klar, dass er den Aufsteiger für brandgefährlich hält. Aus seiner Sicht könnte es sogar eines der schwierigsten Spiele werden.
Das Duell hat zudem Geschichte: Das bislang letzte Pflichtspiel dieser beiden Clubs liegt mehr als 17 Jahre zurück. Damals setzte sich Nürnberg im Relegationsrückspiel mit 2:0 gegen die Brandenburger durch und machte damit den Aufstieg in die Bundesliga perfekt. Jetzt treffen beide wieder in der 2. Liga aufeinander – mit einem Cottbuser Team, das nach zwölf Jahren Pause zurück ist und direkt mit mutigem Stil auffällt.
Wollitz setzt klar auf Offensive
Trainer Claus-Dieter „Pele“ Wollitz hat Energie erneut nach oben geführt und lässt seine Mannschaft ungewöhnlich offensiv auftreten. Statt tief zu stehen, sucht Cottbus konsequent den Weg nach vorn. 15 Tore haben die Lausitzer bereits erzielt, nur die Spitzenteams aus Nürnberg, Wolfsburg und Berlin liegen in dieser Statistik davor. Dazu kommt ein Ballbesitzwert von rund 54 Prozent – ein Hinweis darauf, dass Cottbus Spiele selbst gestalten will.
- Grundordnung oft im 4-3-3
- Tolcay Ciğerci als freier Kreativspieler
- Leonardo Bittencourt als wichtiger Taktgeber
- Justin Butler traf zuletzt die vergangenen drei Cottbuser Tore
Vorne gefährlich, hinten anfällig
Gerade im letzten Drittel schiebt Cottbus viele Spieler nach und besetzt den Strafraum mit großer Wucht. Das macht die Mannschaft offensiv schwer ausrechenbar. Gleichzeitig liegt genau dort das Risiko: Nach Ballverlusten fehlt häufig die Absicherung, weil viele Akteure hoch stehen. Die Folge ist eine schwache Defensivbilanz – mit 16 Gegentreffern stellt Energie derzeit die anfälligste Abwehr der Liga.
Ganz ohne Stabilität ist die Wollitz-Elf aber nicht unterwegs. Mit King Manu steht einer der zweikampfstärksten Verteidiger im Kader. Für Nürnberg dürfte es also auf die richtige Mischung ankommen: mutig genug, um die Räume zu nutzen, aber kontrolliert genug, um sich nicht selbst in einen offenen Schlagabtausch ziehen zu lassen. Viel spricht jedenfalls dafür, dass in Cottbus ein intensiver Fußballabend wartet.
Quelle: nordbayern