ESC-Kampf zwischen Sofia und Burgas
Bulgarien sucht den Austragungsort für den Eurovision Song Contest 2027. Nach der ersten Auswahlrunde sind nur noch Sofia und die Schwarzmeerstadt Burgas im Rennen, die Entscheidung soll bis Ende Juli fallen.

Nach dem ersten bulgarischen Sieg beim Eurovision Song Contest ist der nächste große Schritt bereits in Arbeit: Bulgarien soll den ESC 2027 ausrichten. Seit Sängerin Dara mit „Bangaranga“ im Mai in Wien gewann, läuft im Land der Wettbewerb um die Gastgeberrolle. Inzwischen ist das Rennen auf zwei Städte zusammengeschrumpft.
Ursprünglich hatten sich vier Bewerber gemeldet: Sofia, Warna, Plowdiw und Burgas. Nach der ersten Auswahlrunde im sogenannten City Bid blieben nur noch diese zwei übrig:
- Sofia, die Hauptstadt des Landes
- Burgas, die Hafen- und Touristenstadt am Schwarzen Meer
Entscheidung bis Ende Juli
Jetzt geht das Auswahlverfahren in die heiße Phase. Laut BNT-Chefin Milena Milotinowa soll der zuständige Ausschuss seine Arbeit bis Ende Juli abschließen. Der öffentlich-rechtliche Sender BNT ist bei Planung und Organisation des Wettbewerbs ein zentraler Partner der Europäischen Rundfunkunion.
Für Sofia spricht vor allem die Größe und Infrastruktur der Metropole. Die Stadt zählt rund 1,3 Millionen Einwohner und verfügt mit der Arena 8888 Sofia über die größte Mehrzweckhalle Bulgariens, die je nach Nutzung etwa 12.000 bis 15.000 Menschen fasst. Dazu kommen der internationale Flughafen sowie das historische Profil der Stadt, in der römische Ausgrabungen, Sakralbauten und Bauten aus der kommunistischen Zeit dicht beieinanderliegen.
Burgas setzt auf Küste und Event-Faktor
Burgas bringt dagegen den Charme der Schwarzmeerküste ins Rennen. Die Stadt mit rund 200.000 Einwohnern gilt gemeinsam mit den umliegenden Badeorten als Bulgariens maritime Partyzone. Mit der 2023 eröffneten Arena Burgas steht dort ebenfalls eine moderne Halle bereit, die bei Konzerten auf bis zu 15.000 Plätze erweitert werden kann. Auch bei der Anreise hat Burgas ein Argument: Der Flughafen der Stadt ist nach Sofia der zweitstärkste des Landes.
Damit läuft alles auf ein Duell hinaus: Hauptstadt gegen Küstenmetropole. Wer am Ende den Zuschlag für den Eurovision Song Contest 2027 bekommt, soll schon in den nächsten Tagen feststehen.
Foto: volksstimme