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Sport4. November 2026, 17:02 Uhr · von Redaktion

Eishockey-Zoff um Russland

Kanada verschärft den Widerstand gegen eine Rückkehr russischer Eishockey-Teams. Premierminister Mark Carney schließt die Teilnahme an der U20-WM in Kanada aus, auch der Weltverband IIHF hält am Nein fest.

Eishockey-Zoff um Russland

Der Streit um eine mögliche Rückkehr russischer Eishockey-Teams auf die internationale Bühne spitzt sich weiter zu. Nachdem der Internationale Sportgerichtshof CAS den Weg für eine Wiederzulassung grundsätzlich freigemacht hatte, kommt nun heftiger Gegenwind aus mehreren Richtungen. Besonders deutlich wurde Kanadas Premierminister Mark Carney: Eine russische Auswahl werde bei der U20-WM zum Jahresende in Kanada nicht antreten.

Carney begründete das mit dem fortdauernden Krieg gegen die Ukraine. Solange Russland und Belarus diesen Krieg unterstützten, sollten Athleten beider Länder in Kanada nicht für ihre Nationen antreten. Praktisch ließe sich das über verweigerte Visa umsetzen. Der kanadische Eishockey-Verband stellte sich hinter die Regierung und begrüßte die klare Linie gegen Auftritte unter russischen oder belarussischen Nationalsymbolen.

Druck auf die IIHF wächst

Auch wirtschaftlich gerät der Eishockey-Weltverband IIHF zunehmend unter Druck. Der tschechische Autobauer Skoda droht laut Quelle damit, sein Hauptsponsoring für die Männer-WM 2027 in Deutschland zurückzuziehen. Das Unternehmen hält eine Rückkehr der russischen Nationalmannschaft wegen der anhaltenden russischen Aggression für nicht vereinbar mit den eigenen langfristigen Werten.

  • Kanada will russische Teams bei der Junioren-WM nicht zulassen.
  • Skoda stellt sein Sponsoring der WM 2027 in Deutschland infrage.
  • Die IIHF lehnt die CAS-Entscheidung bislang weiter ab.

Weltverband vertagt Entscheidung

Die IIHF erklärte, sie prüfe nach dem CAS-Urteil derzeit verschiedene Szenarien und beobachte die weiteren Entwicklungen genau. Der Verband verweist auf eine Reihe offener Probleme, die eine schnelle Rückkehr russischer Teams erschweren würden.

Dazu zählen laut IIHF vor allem:

  1. Visa- und Einreisefragen
  2. Sicherheitsaspekte
  3. logistische Hürden
  4. Auswirkungen auf Turnierformate

Nach Einschätzung des Weltverbands seien die Folgen des Schiedsspruchs bislang deutlich unterschätzt worden. Eine endgültige Lösung ist damit vorerst nicht in Sicht.

Quelle: DW Deutsch