Ed Sheerans Tour gerät ins Wanken
Ed Sheerans „Loop“-Tour in den USA und Südamerika verliert nach dem Ausschluss von Macklemore weitere Support-Acts. Finneas, Aaron Rowe, Beoga und Lukas Graham steigen aus Protest aus.

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Bei Ed Sheerans „Loop“-Tour wächst der Druck: Nachdem der US-Rapper Macklemore wegen propalästinensischer Aussagen nicht mehr Teil der Tour ist, haben nun mehrere weitere Acts ihren Rückzug angekündigt. Betroffen sind die Termine in den USA und Südamerika.
Weitere Support-Acts sagen ab
Am Dienstag erklärten gleich vier Musiker und Bands, nicht mehr als Vorgruppen oder Gastacts auftreten zu wollen. Dazu gehören Finneas O’Connell, der irische Singer-Songwriter Aaron Rowe, die irische Folkband Beoga und die dänische Band Lukas Graham. Rowe und Lukas Graham waren als Ersatz für Macklemore bei den US-Konzerten vorgesehen, Beoga sollte gemeinsam mit Sheeran auf der Bühne stehen. Finneas war laut AP für Tourtermine in Mexiko und Südamerika gegen Jahresende eingeplant.
- Finneas solidarisierte sich mit Macklemore und Palästina
- Aaron Rowe und Beoga verwiesen auf Irlands Kolonialgeschichte
- Lukas Graham nannten den Ausstieg eine schwierige Entscheidung
Sheeran äußert sich persönlich
Sheeran selbst meldete sich nach zunehmender Kritik erstmals ausführlicher zu Wort. Er verwies darauf, dass die Entscheidung zum Ausschluss Macklemores vom Tourveranstalter getroffen worden sei. Zugleich machte der Sänger klar, dass er sich zwar nicht öffentlich politisch positionieren wolle, ihn der Nahost-Konflikt und das Leid auf beiden Seiten aber sehr beschäftigten.
Nach eigenen Angaben sprach Sheeran in den vergangenen Tagen mit Veranstaltungsorten, dem Tourveranstalter und Aktivisten beider Seiten, um eine Lösung zu finden – ohne Erfolg. Seine Konzerte verstehe er nicht als politischen Debattenraum, sondern als geschützten Ort für das Publikum. Die Kritik der ausgestiegenen Acts richtet sich unterdessen auch gegen Macht und Einfluss wohlhabender Akteure im Musikgeschäft. Damit ist aus einer Personalentscheidung längst ein handfester Konflikt rund um Meinungsfreiheit und Verantwortung auf Tour geworden.
Quelle: ORF