Dua Lipa stellt sich hinter Proteste
Dua Lipa hat sich hinter die Proteste in Albanien gestellt. Die Sängerin kritisiert, dass für ein Luxusprojekt in einem Naturschutzgebiet offenbar Umweltschutzauflagen per Gesetzesänderung umgangen werden könnten.

Dua Lipa mischt sich in die hitzige Debatte um ein umstrittenes Bauprojekt in Albanien ein. Die britische Sängerin mit familiären Wurzeln im Kosovo und in Albanien unterstützt die Protestbewegung gegen ein geplantes Luxusvorhaben in einem geschützten Naturraum an der Südwestküste des Landes.
Im Podcast „Service95 Book Club“ sagte die 30-Jährige, sie halte es für problematisch, wenn eine Regierung Gesetze so ändere, dass Umweltauflagen ausgehebelt werden können. Damit bezieht sie klar Position in einem Konflikt, der seit Wochen viele Menschen auf die Straße bringt.
Worum es bei dem Streit geht
Im Zentrum steht ein Luxushotel im Naturschutzgebiet Zvernec. Das Projekt wird mit Ivanka Trump und ihrem Ehemann Jared Kushner in Verbindung gebracht und war bereits 2024 vorgestellt worden. Neue Wucht bekam der Protest Ende Mai, als an den Stränden von Zvernec Stacheldraht und Bulldozer auftauchten.
- Geplant ist ein Tourismuskomplex im Schutzgebiet Zvernec
- Auch die unbewohnte Insel Sazan soll zu einem exklusiven Urlaubsort werden
- Betroffen ist die Lagune Vjosa-Narta, ein wichtiges Rastgebiet für Zugvögel und Flamingos
Proteste weiten sich aus
Seit Wochen demonstrieren in Tirana jeden Abend Tausende gegen das Vorhaben. Inzwischen richtet sich der Unmut nicht mehr nur gegen das Projekt selbst, sondern auch gegen Ministerpräsident Edi Rama. Die Regierung setzt seit längerer Zeit auf Tourismus als Wirtschaftsmotor, doch genau dieser Kurs sorgt nun für heftigen Widerstand.
Zusätzliche Brisanz bekommt der Fall durch die Verbindung zur Familie von US-Präsident Donald Trump. Diese hat weltweit immer wieder in Luxusprojekte investiert. Kritiker werfen dabei nicht nur Trumps Söhnen, sondern auch Kushner und seiner Frau vor, politische Macht für geschäftliche Interessen zu nutzen.
Foto: Wikimedia Commons / Harald Krichel, CC BY-SA 4.0