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Politik24. Juli 2026, 15:03 Uhr · von Redaktion

Druck im Südchinesischen Meer

Im Südchinesischen Meer nehmen die Spannungen wieder zu. Beim ASEAN-Treffen in Manila prallten Chinas Gebietsansprüche und die Sicherheitszusagen der USA an die Philippinen erneut aufeinander.

Druck im Südchinesischen Meer

Im Südchinesischen Meer verschärft sich der Streit um Einfluss und Hoheitsrechte erneut. Nach einer ruhigeren Phase kam es zuletzt wieder häufiger zu Reibereien und Kollisionen zwischen Schiffen der Anrainerstaaten. Im Fokus steht dabei vor allem China, das die strategisch wichtige und rohstoffreiche Region fast vollständig für sich beansprucht.

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgten Fernsehbilder aus China: Zu sehen war ein Patrouillenboot der Küstenwache, das mit Manövern und Wasserwerfern Schiffe unter philippinischer Flagge abdrängen wollte. Peking begründet sein Vorgehen mit dem Schutz eigenen Territoriums. Die Philippinen, Vietnam, Malaysia und weitere Staaten weisen diese Ansprüche jedoch zurück und verweisen auf ein Urteil des UN-Schiedsgerichts von 2016.

Streitfall auch beim ASEAN-Treffen

Der Konflikt bestimmte auch das Außenministertreffen der ASEAN-Staaten in Manila, zu dem China ebenfalls eingeladen war. Aus Peking hieß es, die Lage im Südchinesischen Meer solle die Beziehungen zwischen China und den ASEAN-Staaten nicht belasten. Beobachter bezweifeln allerdings, dass diese Botschaft allein reicht, um die Lage dauerhaft zu beruhigen.

  • China erhebt weitreichende Gebietsansprüche.
  • Mehrere Anrainerstaaten widersprechen.
  • Die USA verweisen auf ihr Verteidigungsabkommen mit den Philippinen von 1951.

USA suchen Balance zu Peking

Auch US-Außenminister Marco Rubio war in Manila vor Ort und nannte die jüngsten Bilder verstörend. Gleichzeitig bekräftigte er die Verpflichtungen Washingtons gegenüber den Philippinen aus dem gegenseitigen Verteidigungsabkommen. Zugleich machte Rubio klar, dass die USA trotz aller Differenzen ein möglichst stabiles Verhältnis zu China anstreben.

Damit bleibt das Südchinesische Meer weit mehr als ein regionaler Konfliktherd. Der Streit berührt nicht nur die Sicherheit der Anrainer, sondern auch das Verhältnis zwischen den beiden Großmächten USA und China. Gerade deshalb schauen viele in der Region genau darauf, ob aus scharfen Worten am Ende wieder neue Zusammenstöße auf dem Wasser werden.