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Politik4. Juli 2026 · von Redaktion

Drogenkrieg ohne Ende

Ein Podcast zeichnet nach, wie aus dem amerikanischen Kampf gegen Drogen ein globales Machtinstrument wurde. Von Nixon bis Trump verschob sich der Fokus immer stärker ins Ausland.

Drogenkrieg ohne Ende

Der amerikanische Kampf gegen Drogen ist laut einem Beitrag im Podcast «NZZ Geopolitik» längst mehr als nur Innenpolitik. Die Episode blickt auf die Entwicklung von den 1970er Jahren bis in die Gegenwart und zeigt, wie sich der sogenannte «War on Drugs» über Jahrzehnte verändert hat.

Am Anfang stand demnach vor allem der Kampf im eigenen Land. Die USA setzten zunächst auf Prävention, das Strafrecht und eine harte Repression. Der Schwerpunkt lag also auf Maßnahmen im Innern, um Drogenkonsum und Handel einzudämmen.

Vom Inland ins Ausland

Später verlagerte sich dieser Ansatz jedoch zunehmend über die Landesgrenzen hinaus. Der Podcast beschreibt, dass die USA im weiteren Verlauf immer stärker auch militärische Mittel im Ausland einsetzten. Damit wurde aus einer innenpolitischen Strategie Schritt für Schritt ein geopolitisches Projekt.

Besonders unter Präsident Trump habe sich diese Entwicklung noch einmal verschärft. Der «War on Drugs» sei in dieser Phase zu einem echten Krieg geworden. Genau darin liegt laut dem Podcast auch das zentrale Problem: Ein solcher Konflikt ist kaum zu gewinnen.

Die Folge mit Marlen Oehler macht damit deutlich, dass Drogenpolitik in den USA nicht nur Fragen von Gesundheit, Kriminalität und Strafverfolgung betrifft. Sie zeigt auch, wie eng das Thema mit Machtpolitik und internationalem Handeln verknüpft wurde — und warum der Kampf gegen Drogen bis heute hoch umstritten bleibt.