Clooney erobert Venedig
Beim 83. Filmfestival von Venedig wird George Clooney zur Eröffnung mit dem Goldenen Löwen für sein Lebenswerk geehrt. Neben ihm bringen auch Robert Pattinson, Werner Herzog sowie Penélope Cruz und Javier Bardem neue Filme auf den Lido.

Foto: Wikimedia Commons / Bryan Berlin, CC BY-SA 4.0
George Clooney und das Filmfestival von Venedig – das ist seit Jahrzehnten eine feste Verbindung. Nun bekommt der 65-jährige US-Star beim 83. Filmfestival von Venedig zur Eröffnung den Goldenen Löwen für sein Lebenswerk. Für Clooney ist das eine besondere Auszeichnung, schließlich kehrte er seit seinem ersten Besuch 1998 mit „Out of Sight“ immer wieder auf den Lido zurück.
Zu seinen Stationen in Venedig gehören unter anderem „Ides of March“ im Jahr 2013 und 2024 der Auftritt mit Brad Pitt für „Wolfs“. Im vergangenen Jahr stellte Clooney dort außerdem „Jay Kelly“ vor, einen Film über einen alternden Hollywoodstar. Dass ausgerechnet Venedig ihn nun ehrt, passt also bestens zu dieser langen Festivalgeschichte.
Viele Stars, viel Konkurrenz
Doch Clooney ist nur einer von vielen prominenten Namen im Programm. Robert Pattinson reist mit „Primetime“ an. Der Film erzählt eine wahre Geschichte rund um die NBC-Sendung „To Catch a Predator“, in der Moderator Chris Hansen mutmaßliche Sexualstraftäter jagt.
- John Malkovich, Sam Rockwell, Steve Buscemi und Tom Waits präsentieren die Agentenkomödie „Wild Horse Nine“.
- Die Schweizer Schauspielerinnen Ella Rumpf und Luna Wedler sind in internationalen Produktionen aus Frankreich und Italien zu sehen.
- Penélope Cruz und Javier Bardem spielen in Florian Zellers „Bunker“ ein Ehepaar in einem streng geheimen Bauprojekt.
Herzog, Dokus und Streitstoff
Auch Werner Herzog mischt mit: Sein Film „Bucking Fastard“ über Zwillingsschwestern läuft nun in Venedig im Rennen um den Goldenen Löwen. Für Diskussionen hatte das Projekt bereits gesorgt, weil es ursprünglich in Cannes erwartet worden war. Nachdem der Film dort nicht in den Wettbewerb aufgenommen wurde, zog Herzog ihn zurück.
Spannend klingt auch das Dokumentarfilm-Angebot: Oscarpreisträger Alex Gibney bringt eine vierstündige Studie über Elon Musk mit, Luca Guadagnino sogar eine siebenstündige Doku über Regielegende Bernardo Bertolucci. Venedig setzt damit einmal mehr auf große Namen, lange Formate – und auf einen Auftakt, der vor allem einem Mann gehört: George Clooney.
Quelle: SRF