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Politik28. Juli 2026, 07:01 Uhr · von Redaktion

Burnham setzt Zeichen für Kiew

Der neue britische Premier Andy Burnham hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Portsmouth als ersten ausländischen Gast empfangen. London bekräftigt damit seine volle Unterstützung für die Ukraine und erlaubt die Produktion eines Drohnen-Schutzsystems im Land.

Burnham setzt Zeichen für Kiew

Andy Burnham hat gleich zu Beginn seiner Amtszeit ein klares außenpolitisches Signal gesetzt: Der neue britische Premierminister empfing den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj als ersten ausländischen Besucher. Das Treffen fand auf einem Marinestützpunkt in Portsmouth im Süden Englands statt. Aus Burnhams Umfeld hieß es, damit solle die feste Unterstützung Großbritanniens für die Ukraine demonstriert werden.

Erster Staatsgast, klare Botschaft

Im Mittelpunkt des Treffens stand neben der politischen Rückendeckung auch konkrete Militärhilfe. Burnham kündigte an, dass die Ukraine ein in Großbritannien entwickeltes System zur Abwehr von Drohnen künftig im eigenen Land herstellen darf. Das System mit dem Namen „Stone Cloak“ ist laut britischer Regierung etwa so groß wie ein Tablet und soll verhindern, dass Drohnen abgefangen werden. Nach Regierungsangaben wurden bereits Tausende dieser Geräte an die Ukraine geliefert.

Selenskyj sprach von besonders engen Beziehungen zwischen beiden Ländern. Auch Burnham machte deutlich, dass der Kontakt nach dem Regierungswechsel in London nicht abreißen soll. Sein Vorgänger Keir Starmer war erst vor weniger als zwei Wochen zu seiner letzten Auslandsreise nach Kiew gereist. Burnham selbst kündigte an, die ukrainische Hauptstadt bald ebenfalls besuchen zu wollen.

Weiterreise nach Washington

Dass Selenskyj ausgerechnet Burnhams erster ausländischer Gast ist, hat auch symbolisches Gewicht: Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 ist Burnham bereits der fünfte britische Premier, der mit dem ukrainischen Präsidenten zusammenarbeitet.

  • Treffen auf Marinestützpunkt in Portsmouth
  • Großbritannien erlaubt Produktion von „Stone Cloak“ in der Ukraine
  • Bereits Tausende Geräte an Kiew geliefert
  • Als Nächstes reist Selenskyj nach Washington

Nach dem Termin in Großbritannien geht es für Selenskyj in die USA weiter. In Washington ist am Dienstag ein weiteres Treffen mit US-Präsident Donald Trump geplant. Das Verhältnis der beiden galt lange als schwierig, zuletzt hatte es sich jedoch verbessert. Trump bezeichnete Selenskyj als mutig und unterstützte zudem schärfere G7-Sanktionen gegen Russland.