Burnham räumt Kabinett um
Großbritanniens neuer Premier Andy Burnham hat kurz nach Amtsantritt mehrere Schlüsselposten neu vergeben. Besonders überraschend: John Healey wird Finanzminister, Ed Miliband übernimmt das Außenministerium.

Kaum im Amt, setzt Andy Burnham in London erste klare Akzente: Der neue britische Premier hat sein Kabinett deutlich umgebaut und dabei mehrere Schlüsselressorts neu vergeben. Vor allem Vertraute seines Vorgängers Keir Starmer verlieren an Einfluss. Damit macht Burnham schon zu Beginn deutlich, dass er seiner Regierung ein eigenes Profil geben will.
Überraschung bei Finanzen und Außenpolitik
Für den größten Aha-Moment sorgt die Besetzung des Finanzministeriums. John Healey, bisher Verteidigungsminister, übernimmt den wichtigen Posten und folgt auf Rachel Reeves, die das Kabinett verlässt. Healey hatte die vorige Regierung erst vor wenigen Wochen verlassen, weil es Streit über die Finanzierungspläne für sein Ressort gegeben hatte.
Auch Ed Miliband bekommt eine zentrale Rolle, allerdings anders als erwartet: Der frühere Labour-Chef wird neuer Außenminister. Viele hatten ihn zuvor als Kandidaten für das Finanzressort gesehen. Er übernimmt von Yvette Cooper, die nun das Gesundheitsministerium führt. Innenministerin Shabana Mahmood bleibt dagegen im Amt.
Mehrere Ressorts neu verteilt
Neben den Top-Posten wurden weitere Ministerien neu vergeben. Dazu gehören:
- Wes Streeting als Verteidigungsminister
- Alex Norris als Justizminister
- Angela Eagle als Umweltministerin
- Miatta Fahnbulleh als Energieministerin
- Angela Rayner als Wohnungsbauministerin
- Jonathan Reynolds als Wirtschaftsminister
- Lucy Powell als Bildungsministerin
Auch in der Partei gibt es eine wichtige Personalie: Anneliese Midgley wird neue Fraktionsvorsitzende der Labour-Partei. Lisa Nandy bleibt Kulturministerin. Andere bekannte Namen aus dem Umfeld Starmers spielen unter Burnham künftig keine große Rolle mehr, darunter David Lammy und Rachel Reeves. Der neue Premier, bereits der siebte britische Regierungschef in zehn Jahren, startet damit mit einem klar sichtbaren Macht- und Kurswechsel.