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Politik10. Juli 2026, 15:03 Uhr · von Redaktion

Bundestag kippt Heizungs-Kurs

Der Bundestag hat in Berlin das neue Gebäudemodernisierungsgesetz beschlossen. Gas- und Ölheizungen bleiben beim Neubau und Weiterbetrieb erlaubt, sollen aber schrittweise mit klimaneutralen Brennstoffen laufen.

Bundestag kippt Heizungs-Kurs

Der Bundestag hat den Weg für ein neues Gebäudemodernisierungsgesetz frei gemacht. Damit werden zentrale Heizungsregeln der vorherigen Ampel-Regierung zurückgenommen. Noch heute soll sich auch der Bundesrat mit dem Gesetz befassen.

Gas und Öl bleiben vorerst möglich

Kern der Neuregelung: Der Weiterbetrieb und auch der Neueinbau von Gas- und Ölheizungen bleiben erlaubt. Allerdings ist das an Bedingungen geknüpft. Die Anlagen sollen schrittweise zu einem wachsenden Anteil mit klimaneutralen Brennstoffen laufen und ab 2045 vollständig damit betrieben werden. In diesem Jahr will Deutschland insgesamt klimaneutral sein.

Das bisherige Gesetz der Ampel sah deutlich strengere Vorgaben vor. Neue Heizungen sollten demnach zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. In der Praxis hätte das den Einbau klassischer Gas- und Ölheizungen weitgehend ausgeschlossen.

Mehr Kosten für Vermieter

Die neue Regierung geht davon aus, dass die Klimaziele auch mit herkömmlichen Heizungen erreichbar sind, wenn diese mit alternativen Brennstoffen betrieben werden. Genannt werden dabei unter anderem:

  • Biomethan oder Biogas
  • Bio-Öl
  • Wasserstoff

Weil beim Festhalten an Gas- oder Öl-Heizungen zusätzliche Kosten erwartet werden, sollen sich Vermieter künftig an den laufenden Heizkosten beteiligen. Damit setzt das neue Gesetz nicht nur auf mehr Freiheit bei der Wahl der Heizung, sondern verknüpft diese Entscheidung auch mit finanzieller Verantwortung.