Baschi wird leiser als Vater
Der Schweizer Musiker Baschi startet mit seinem zehnten Studioalbum „Bürgin“ in einen neuen Lebensabschnitt. Nach der Geburt seines Sohnes zeigt sich der 39-Jährige ruhiger, persönlicher und deutlich weiter weg vom alten Party-Image.

Baschi steht seit mehr als 20 Jahren in der Öffentlichkeit – und wirkt trotzdem immer noch wie der unkomplizierte Typ von nebenan. Der Musiker spricht offen über Nervosität, Unsicherheiten und seine Art, manchmal einfach herauszureden, was ihm gerade durch den Kopf geht. Genau diese direkte, ungefilterte Art hat ihn für viele Fans über all die Jahre nahbar gemacht.
Bekannt wurde der Baselbieter 2004 durch die erste Staffel von «Music Star», in der er den sechsten Platz belegte. Auch wenn er die Show nicht gewann, war sie der Startschuss für eine Karriere, die bis heute läuft. Erwachsen im klassischen Sinn fühlt sich Baschi nach eigener Aussage trotzdem nicht. Er beschreibt sich selbst als neugierig, verspielt und stark vom Bauchgefühl geleitet.
Neues Album, neuer Abschnitt
Jetzt kommt gleich doppelt Bewegung in sein Leben: Im Frühling ist Baschi Vater geworden, im Herbst wird er 40 Jahre alt. Mit seinem zehnten Studioalbum «Bürgin» zieht er deshalb auch musikalisch Bilanz. Die neuen Songs klingen laut SRF ruhiger, träumerischer und deutlich weniger wild als frühere Veröffentlichungen. Das Rockige und Rotzige, das viele mit ihm verbinden, tritt diesmal in den Hintergrund.
- Vater geworden im Frühling
- Im Herbst steht der 40. Geburtstag an
- Neues Album: «Bürgin»
- Musikalisch ruhiger und persönlicher als früher
Weniger Party, mehr Familie
Baschi wehrt sich auch gegen das alte Bild vom dauerfeiernden Musiker. Dieses Image passe heute nicht mehr zu ihm, macht er deutlich. Für ihn sei es genau der richtige Moment, mit 40 Vater zu sein. Besonders die neue Rolle in der Familie habe seine aktuellen Songs geprägt. Im Mittelpunkt steht nicht mehr der Entertainer, sondern der Blick auf das eigene Leben und darauf, was wirklich zählt.
Besonders emotional spricht er über seinen Sohn Lennon. Seit rund vier Monaten ist Baschi Vater – und beschreibt diese neue Verbindung als etwas kaum in Worte Fassbares. Der Star in seinem Leben sei jetzt nicht mehr er selbst, sondern sein Kind. Genau dieser Perspektivwechsel macht «Bürgin» zu einem Album, das einen spürbaren Wandel zeigt: weg vom Partymodus, hin zu mehr Ruhe, Nähe und Reflexion.
Foto: Wikimedia Commons / LigaDue, CC BY-SA 4.0