Axel Milberg will weniger Rampenlicht
Schauspieler Axel Milberg wird 70 und zieht Bilanz. Der „Tatort“-Star sagt, warum er heute sichtbarer Rollen absagt, welche Figuren er meidet und in welchem Kinofilm er bald zurückkehrt.

Axel Milberg wird 70 – und denkt zum Geburtstag offen über seine Arbeit als Schauspieler nach. Der langjährige „Tatort“-Darsteller sagt, dass sich sein Blick auf Rollen und Projekte mit den Jahren spürbar verändert hat. Vor allem eines ist ihm heute wichtig: nicht mehr überall präsent zu sein.
Der in München lebende Schauspieler erklärte, dass er inzwischen manche Anfragen ablehnt, die er früher noch angenommen hätte. Kleine Auftritte von nur ein oder zwei Drehtagen, mit denen er befreundete Regisseurinnen oder Regisseure unterstützte, gehören für ihn weitgehend der Vergangenheit an. Milberg betont, dass er es schätzt, weniger sichtbar zu sein.
Diese Rollen reizen ihn nicht
Ganz bestimmte Figuren will Milberg nach eigener Aussage möglichst meiden. Rollen, in denen er überwiegend im Bett liegt – etwa als Patient im Krankenhaus – kommen für ihn ebenso wenig infrage wie die Darstellung eines Opas, der nicht mehr nach Hause findet. Zugleich macht er deutlich, dass er sich mit 70 nicht so behandelt fühlt, als müsse man ihn nun grundsätzlich schonen.
Auch inhaltlich setzt der Schauspieler inzwischen andere Schwerpunkte. Filme, die aus seiner Sicht unpolitisch sind und nur der Unterhaltung dienen, möchte er nicht mehr machen – auch wenn Humor für ihn weiter seinen Platz haben darf.
Bald wieder im Kino
Verändert hat sich bei Milberg auch der Blick auf klassische Heldenfiguren. Früher habe er dem Begriff kritischer gegenübergestanden, heute könne er sich durchaus vorstellen, solche Menschen zu spielen – vor allem jene, die nicht aus Absicht zu Helden wurden, sondern aus Haltung handelten.
- Kinostart: 17. September
- Film: „Adams Acht“
- Rolle: Walter Wülfing, damaliger Präsident des Deutschen Ruderverbands
In „Adams Acht“ ist Milberg also bald wieder auf der Leinwand zu sehen. Der Film erzählt die Geschichte des legendären Ruder-Achters aus Ratzeburg, der unter Trainer Karl Adam als Außenseiter bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom Gold holte.
Foto: waltroperzeitung