AfD pocht auf Machtwechsel
Beim Parteitag in Erfurt hat die AfD-Spitze ihren Regierungsanspruch bekräftigt. Tino Chrupalla und Alice Weidel nannten Wahlsiege im September und eine mögliche vorgezogene Bundestagswahl als zentrale Ziele.

Zum Ende ihres Parteitags in Erfurt hat die AfD-Führung den Anspruch auf Regierungsverantwortung deutlich unterstrichen. Tino Chrupalla sagte vor den Delegierten, die Partei wolle nicht dauerhaft in der Opposition bleiben, sondern den Schritt an die Regierung schaffen. Die AfD sei angetreten, um politische Mehrheiten zu gewinnen und am Ende auch zu regieren, machte der Koparteichef klar.
Blick auf Wahlen im September
Als nächste wichtige Etappe nannte Chrupalla die anstehenden Abstimmungen im September. Dabei formulierte er konkrete Erwartungen an die Partei:
- Sachsen-Anhalt
- Mecklenburg-Vorpommern
- Berlin
Auch mit Blick auf die nächste Bundestagswahl meldete die Parteispitze Ambitionen an. Nach Chrupallas Worten soll die AfD dann den Sprung in die Regierungsverantwortung schaffen. Gleichzeitig stellte er die Partei auf einen schwierigen Weg ein: Wer an die Macht wolle, müsse auch mit Rückschlägen und Enttäuschungen rechnen.
Weidel verweist auf vorgezogene Bundestagswahl
Alice Weidel bekräftigte in ihrer Abschlussrede ebenfalls den Führungsanspruch der Partei. Sie verwies darauf, dass die AfD aus ihrer Sicht als stärkste Kraft auftrete und deshalb Regierungsanspruch anmelden werde. Zudem sagte sie, die Partei bereite sich auf eine mögliche vorgezogene Bundestagswahl vor.
Nach Weidels Darstellung soll der neu gewählte Parteivorstand nun vor allem eine angestrebte Regierungsübernahme vorbereiten. Dazu gehöre auch die Arbeit an einem neuen Grundsatzprogramm. Inhaltlich kündigte sie an, Deutschland grundlegend verändern zu wollen. Damit setzte die Parteispitze zum Abschluss des Treffens ein klares Signal: Die AfD will ihren Oppositionskurs in einen offenen Machtanspruch übersetzen.
Foto: Wikimedia Commons / Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0