90 Tonnen Müll nach der Party
Nach der Street Parade in Zürich bleiben bis zu 90 Tonnen Abfall zurück. Ein Team von 160 Mitarbeitenden der Stadtreinigung räumt in der Nacht auf, damit die Stadt am Sonntagmorgen wieder sauber ist.

Bis zu eine Million Menschen feiern bei der Street Parade in Zürich – zurück bleiben laut SRF rund 90 Tonnen Abfall. Trotzdem sollen die Zürcherinnen und Zürcher am Sonntagmorgen möglichst wenig von den Müllbergen sehen. Dafür rückt in der Nacht die Stadtreinigung aus.
Verantwortlich für den Einsatz ist Thomas Jörg, Einsatzleiter der Stadtreinigung Zürich. Für ihn ist der nächtliche Grossputz alles andere als ein frustrierender Job. Im Gegenteil: Gerade solche Grossanlässe gehörten zu den dankbarsten Aufgaben, weil der Fortschritt direkt sichtbar sei. Wenn am Morgen die ersten Passanten und Touristen unterwegs sind und alles wieder sauber ist, komme viel Anerkennung zurück.
160 Kräfte im Nachteinsatz
Insgesamt stehen 160 Mitarbeitende im Einsatz. Laut Jörg gibt es dafür immer genug Freiwillige. Die Schichten dauern 12 Stunden, doch die Motivation sei hoch. Anders als bei der alltäglichen Reinigung von Strassen und Abfalleimern sehe man bei einem solchen Event besonders deutlich, was das Team geleistet habe.
Damit die Aufräumaktion funktioniert, wird das Gebiet in fünf Sektoren eingeteilt. Die Reinigung läuft in enger Abstimmung mit dem Veranstalter: Dieser kümmert sich um die Umzugsroute, die Stadt um den übrigen öffentlichen Raum. Ziel ist vor allem, dass der Einsatz ohne Unfälle abläuft und wichtige Verkehrsachsen so schnell wie möglich wieder freigegeben werden.
Hitze macht den Einsatz härter
Besonders anspruchsvoll wird der Job bei schönem Sommerwetter. Dann bleiben die Menschen länger auf den Strassen, was den Einsatz der Maschinen komplizierter macht. Regen wäre aus Sicht der Stadtreinigung sogar hilfreich, weil dadurch der Uringeruch weniger stark ausfalle.
- Bis zu 1 Million Besucherinnen und Besucher
- Rund 90 Tonnen Abfall
- 160 Mitarbeitende in der Reinigung
- Aufteilung des Einsatzgebiets in fünf Sektoren