30 Jahre Sargfabrik
Wiens Kultprojekt startet mit einem großen Jubiläumswochenende in die neue Saison. Bis Jänner 2027 bringt die Sargfabrik Musik aus Europa, Afrika, Lateinamerika und dem Nahen Osten auf die Bühne.

Die Wiener Sargfabrik feiert ihr 30-jähriges Bestehen und eröffnet die neue Saison mit einem Jubiläumswochenende im September. Das Haus in Penzing hat sich seit seiner Gründung vom visionären Wohn- und Kulturprojekt zu einem der bekanntesten alternativen Kulturzentren der Stadt entwickelt. Zum runden Geburtstag setzt das Programm von September 2026 bis Jänner 2027 auf internationale musikalische Vielfalt.
Los geht es am 11. September mit einer Live-Karaoke, bei der das Publikum gemeinsam mit der Band LIMUKA im Mittelpunkt steht. Am folgenden Tag ist ein ganztägiger Kirtag geplant, der Musik, Kultur und Angebote für verschiedene Generationen zusammenbringt. Damit startet die Sargfabrik nicht nur in die neue Saison, sondern auch in mehrere Monate voller Konzerte und Spezialformate.
Musikreise durch viele Klangwelten
Im Jubiläumsprogramm treffen unterschiedlichste Stile aufeinander: angekündigt sind unter anderem italienische Liedkunst mit Giorgio Conte, westafrikanische Rhythmen von Amidou Koita sowie persische und nahöstliche Klänge mit Nafas. Dazu kommen Balkan-, Klezmer- und Gypsy-Jazz-Projekte, ebenso wie Folk, Americana, internationale Songwriter, Weltmusik, Jazz und Neue Musik aus Österreich.
Vor allem im Herbst und Winter wird das Angebot besonders breit. Auf dem Spielplan stehen das KlezMore Festival, mehrere Album-Präsentationen und auch ungewöhnliche Formate wie akustischer Techno oder ein europäisches Bal Concert mit Live-Tanzmusik. Die Sargfabrik bleibt damit ihrem Profil treu: ein Ort für musikalische Entdeckungen und kulturelle Begegnungen jenseits enger Genregrenzen.
Zum Jubiläum soll aber nicht nur gefeiert werden. Schon am 10. September findet das dritte Dialogforum „Leben ist/in Gemeinschaft“ statt, das sich mit der Bedeutung von Gemeinschaften für die Gesellschaft beschäftigt. Das passt zur Geschichte des Hauses: Die Sargfabrik versteht sich seit jeher nicht nur als Konzertort, sondern auch als soziales Projekt und als wichtiges Beispiel für gemeinschaftliches Wohnen und unabhängige Kulturarbeit in Österreich.