17 Tote nach Angriff auf Kiew
Russland hat kurz vor dem Nato-Gipfel erneut ukrainische Städte attackiert. In der Region Kiew und rund um die Hauptstadt wurden laut SRF mindestens 17 Menschen getötet, Präsident Selenski fordert mehr Hilfe bei der Flugabwehr.

Kurz vor dem Nato-Gipfel in Ankara hat Russland seine Angriffe auf die Ukraine erneut massiv ausgeweitet. Besonders schwer getroffen wurde die Region rund um Kiew: Mindestens 17 Menschen kamen dort nach Angaben von SRF ums Leben. Die Attacken trafen die Hauptstadtregion und ihr Umland.
Selenski drängt auf mehr Schutz
Die neue Angriffswelle kommt zu einem politisch heiklen Zeitpunkt. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski reagierte mit einem erneuten Appell an die Nato, die Ukraine bei der Flugabwehr stärker zu unterstützen. Das Thema dürfte auch beim Gipfel eine wichtige Rolle spielen.
Für Mittwoch ist in Ankara ein Treffen zwischen Selenski und US-Präsident Trump angekündigt. Einen Tag vor diesem Termin verschärft sich die Lage damit nicht nur militärisch, sondern auch diplomatisch. Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verwies laut SRF darauf, dass sich der Nato-Gipfel mit der Luftverteidigung der Ukraine befassen werde.
Auch Angriffe auf russische Ziele
Nicht nur in der Ukraine gab es neue Militärschläge. Die ukrainische Seite griff ihrerseits mit Drohnen mehrere strategische Ziele in Russland an. Genannt werden dabei unter anderem Ziele an Ostseehäfen sowie auf der Krim. Zudem wurden laut SRF zwei Schiffe der sogenannten russischen Schattenflotte attackiert.
- Mindestens 17 Tote in der Region Kiew
- Selenski fordert mehr Unterstützung bei der Luftabwehr
- Treffen mit Trump am Mittwoch beim Nato-Gipfel in Ankara
- Ukraine attackiert strategische Ziele in Russland mit Drohnen
Damit bleibt die Lage im Ukraine-Krieg auch zu Beginn der Gipfelwoche extrem angespannt. Während auf diplomatischer Ebene über weitere Hilfe beraten wird, gehen die Angriffe auf beiden Seiten unvermindert weiter.