Zverev krönt sich zur Nummer 1
Alexander Zverev beendet das Jahr als neue Nummer eins der Tennis-Weltrangliste. Nach Titeln bei den French Open in Paris und den US Open in New York ist er erst der zweite Deutsche nach Boris Becker an der Spitze.

Foto: Wikimedia Commons / Clément Bucco-Lechat, CC BY-SA 3.0
Alexander Zverev hat den nächsten großen Schritt seiner Karriere geschafft: Deutschlands bester Tennisprofi wird das Jahr als Nummer eins der Weltrangliste beenden. Damit steht fest, dass er nach Boris Becker erst der zweite deutsche Spieler an der Spitze des ATP-Rankings ist.
Für Zverev ist es der Höhepunkt seines bislang erfolgreichsten Jahres. Im Juni gewann er bei den French Open in Paris seinen ersten Grand-Slam-Titel. Wenige Wochen später erreichte er auch in Wimbledon das Finale, musste sich dort aber Jannik Sinner geschlagen geben. Im September folgte dann der nächste Triumph mit dem Sieg bei den US Open in New York.
Entscheidung fällt nach Shanghai
Spannend blieb zuletzt vor allem die Frage, ob Zverev den verletzten Sinner in der Jahreswertung noch überholen würde. Der Italiener hatte angekündigt, wegen der Behandlung seiner Knieverletzung in diesem Jahr nicht mehr anzutreten. Nach dem Aus von Carlos Alcaraz in Shanghai und dem vorherigen Ausscheiden von Ben Shelton war klar: Zverev kann nicht mehr abgefangen werden.
- Zweiter deutscher ATP-Nummer-eins-Spieler nach Boris Becker
- Erster Deutscher, der eine Saison an der Spitze abschließt
- 30. Spieler seit 1973, der die Führung im Ranking übernimmt
Besonderer Moment nach schwerer Verletzung
Dass dieser Erfolg für Zverev eine besondere Bedeutung hat, hängt auch mit seiner Vergangenheit zusammen. 2022 hatte er sich im Halbfinale der French Open gegen Rafael Nadal schwer am rechten Knöchel verletzt und mehrere Bänder gerissen. Danach stand sogar seine weitere Karriere infrage. Umso größer ist nun die Bedeutung dieses Meilensteins.
Offiziell an Sinner vorbeiziehen könnte Zverev frühestens beim ATP-Turnier in Wien vom 24. Oktober bis 1. November. Dafür wäre zunächst der Finaleinzug in Shanghai nötig. Dass er das Jahr ganz oben beendet, steht aber schon jetzt fest — und damit auch ein weiterer Eintrag in die Tennis-Geschichtsbücher.
Quelle: DW Deutsch