WM-Boss vorläufig abgesetzt
Claude-Alain Schmidhalter ist vorläufig nicht mehr Präsident des OK der Ski-WM 2027 in Crans-Montana und auch als Vizepräsident von Swiss-Ski suspendiert. Grund ist ein Strafverfahren im Kanton Wallis, das laut Verband nichts mit seinen Sportämtern zu tun hat.

Foto: Christian David / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Bei der Ski-WM 2027 in Crans-Montana gibt es kurz vor der weiteren Vorbereitung einen personellen Einschnitt: Claude-Alain Schmidhalter wird vorübergehend von seinen Aufgaben als Präsident des Organisationskomitees entbunden. Gleichzeitig verliert er bis auf Weiteres auch seine Funktion als Vizepräsident von Swiss-Ski.
Entscheid nach Anklage
Beschlossen wurde die Massnahme vom Präsidium von Swiss-Ski gemeinsam mit dem Vorstand der WM-Organisation. Auslöser ist eine Anklage der Staatsanwaltschaft im Kanton Wallis. Das Verfahren betrifft laut den vorliegenden Angaben Schmidhalters Tätigkeit als Unternehmer – und nicht seine Arbeit im Präsidium des Verbands oder an der Spitze des WM-OKs.
Bis zu einem Urteil des Bezirksgerichts Brig bleibt die Suspendierung bestehen. Schmidhalter bestreitet die Vorwürfe nachdrücklich. Für ihn gilt damit weiterhin die Unschuldsvermutung.
So geht es jetzt weiter
Die Leitung des WM-Vorstands wird in der Zwischenzeit neu organisiert. Übergangsweise übernehmen zwei Personen die Führung:
- Sébastien Rey, Vizepräsident des WM-Vorstands
- Diego Züger, Vorstandsvertreter und Co-CEO von Swiss-Ski
Damit soll die Arbeit an der WM in Crans-Montana trotz der personellen Turbulenzen weiterlaufen. Klar ist aber auch: Der Fall sorgt in einer wichtigen Phase der Vorbereitung für Unruhe rund um das Schweizer Grossereignis.
Quelle: SRF