Winterthur baut trotz Abstieg
In Winterthur soll die Schützenwiese auf fast 10.000 Plätze erweitert werden. Der Stadionausbau wird trotz des Abstiegs des FC Winterthur vorangetrieben, weil die Arena für die Stadt weit mehr als nur ein Fußballort ist.

Der FC Winterthur ist gerade abgestiegen – doch beim Stadionprojekt in der Stadt soll das kein Bremsklotz sein. Die Schützenwiese soll ausgebaut werden und künftig auf fast 10 000 Plätze kommen. Damit geht es in Winterthur nicht nur um Sport, sondern auch um ein Stück Selbstverständnis.
Im Zentrum steht die Frage, welche Rolle das Stadion für die Stadt spielt. Denn die Schützenwiese ist laut der Vorlage weit mehr als die Heimstätte eines Fußballklubs. Sie gilt als Teil der Winterthurer Identität – und genau das macht den geplanten Ausbau politisch und gesellschaftlich relevant.
Mehr als nur ein Fußballplatz
Der Zeitpunkt wirkt auf den ersten Blick heikel: Ausgerechnet nach dem Abstieg des FC Winterthur wird über eine Vergrößerung der Arena gesprochen. Doch im Projekt wird dieser sportliche Rückschlag ausdrücklich nicht als Hindernis verstanden. Die Debatte dreht sich also nicht nur um Tabellen und Ligen, sondern um die Bedeutung eines Ortes für eine ganze Stadt.
- Geplant ist ein Ausbau der Schützenwiese
- Die Kapazität soll auf fast 10.000 Plätze steigen
- Der Abstieg des FC Winterthur soll daran nichts ändern
Stadion mit Symbolkraft
Dass ein Stadionbau so aufgeladen ist, hat mit seiner Stellung in Winterthur zu tun. Die Schützenwiese steht offenbar für mehr als Spieltage und Ergebnisse. Sie ist ein Ort, der mit der Identität der Stadt verbunden wird – und genau deshalb reicht die Diskussion weit über den Fußball hinaus.
Unterm Strich ist die Botschaft klar: Der sportliche Dämpfer des Klubs soll das Vorhaben nicht stoppen. In Winterthur wird der Ausbau der Schützenwiese als Investition in einen besonderen Ort gesehen – einen, der für viele Menschen eben nicht nur Stadion, sondern auch ein Stück Zuhause ist.
Foto: nzz