Wahltag mit Zittern für CDU
In Berlin und Mecklenburg-Vorpommern werden heute neue Landesparlamente gewählt. Umfragen sehen die AfD im Nordosten stark, in Berlin liegt die Linke vorn, während der CDU ein weiterer Rückschlag droht.

Foto: Wikimedia Commons / Steffen Prößdorf, CC BY-SA 4.0
In Berlin und Mecklenburg-Vorpommern wird heute über neue Landesparlamente abgestimmt. Damit richten sich die Blicke gleich auf zwei politisch spannende Schauplätze: In der Hauptstadt könnte die Linke ganz vorne landen, im Nordosten dürfte die AfD ihren Aufwärtstrend fortsetzen.
Zwei Wahlen, zwei enge Rennen
In Berlin liefern sich die Parteien laut Umfragen ein enges Rennen, besonders zwischen Linken und CDU. Gleichzeitig deuten die Erhebungen für die Christdemokraten erneut auf ein schwaches Ergebnis hin. In Mecklenburg-Vorpommern ist die Lage für die CDU sogar noch heikler: Dort steht im Raum, dass sie es nicht einmal mehr in den Landtag schaffen könnte.
Auch im Nordosten zeichnet sich ein knappes Rennen ab. SPD-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig versucht auf den letzten Metern, die AfD noch einzufangen. Dafür setzt sie im Wahlkampf auf den Slogan „Eine Frau gegen Blau“. Ob das reicht, um den rechten Höhenflug zu bremsen, bleibt offen.
Merz lädt CDU-Spitze zusammen
Die Nervosität in der Union ist spürbar. Bundeskanzler Friedrich Merz hat für den Abend das CDU-Präsidium in die Berliner Parteizentrale gebeten. Das wird als Signal gewertet, die Partei angesichts drohender Rückschläge zusammenzuhalten.
- Berlin: rund 2,5 Millionen Wahlberechtigte
- Mecklenburg-Vorpommern: rund 1,3 Millionen Wahlberechtigte
- Im Fokus: starke AfD im Nordosten, Hoffnung der Linken in Berlin, Druck auf die CDU
Insgesamt sind die Vorzeichen also klar: Während sich für manche Parteien neue Chancen auftun, steht für andere ein Abend mit unangenehmen Fragen bevor. Vor allem die CDU dürfte genau beobachtet werden.
Quelle: ORF