Villeneuve schwärmt von Spielberg
Denis Villeneuve zählt Steven Spielbergs „Die Fabelmans“ zu seinen Lieblingsfilmen. Trotz starker Kritiken und sieben Oscar-Nominierungen spielte das Drama weltweit nur rund 45 Millionen Dollar ein.

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Großes Lob von einem der gefragtesten Regisseure der Gegenwart: Denis Villeneuve hält „Die Fabelmans“ für einen ganz besonderen Film. Der „Dune“-Macher nahm Steven Spielbergs Drama aus dem Jahr 2022 in seine persönliche Favoritenliste auf und fand dafür gegenüber IndieWire außergewöhnlich deutliche Worte. Für Villeneuve ist es sogar der beste Film, der je über die Kraft des Kinos gemacht wurde.
Viel Anerkennung, wenig Kasse
Bemerkenswert ist das auch deshalb, weil „Die Fabelmans“ im Kino kein großer Hit war. Obwohl das Werk starke Kritiken bekam und bei FILMSTARTS 4,5 von 5 Sternen erhielt, blieb der Ansturm an den Kassen überschaubar. Weltweit kamen am Ende nur rund 45 Millionen Dollar zusammen – bei einem Produktionsbudget von etwa 40 Millionen Dollar. Dazu kamen allerdings gleich sieben Oscar-Nominierungen, was den hohen Stellenwert des Films in der Branche unterstreicht.
Villeneuve äußerte sich 2023 im Rahmen einer Ehrung Spielbergs bei den DGA Awards besonders emotional über das Werk. Der Film habe ihn tief bewegt und sei für ihn ein Beispiel künstlerischer Großzügigkeit. Damit stellte sich der Regisseur von „Blade Runner 2049“ klar auf die Seite jener, die in „Die Fabelmans“ weit mehr sehen als nur ein weiteres Filmdrama.
Darum geht es in „Die Fabelmans“
Im Zentrum steht der junge Sammy Fabelman, gespielt von Gabriel LaBelle. Die Geschichte ist stark von Spielbergs eigenem Leben inspiriert und zeigt, wie der Teenager über das Filmemachen seine Umwelt besser versteht und allmählich seine eigene Stimme als Erzähler findet. Auch die Familienfiguren haben ein reales Vorbild: Michelle Williams spielt Sammys Mutter Mitzi, Paul Dano seinen Vater Burt.
- Regie: Steven Spielberg
- Hauptdarsteller: Gabriel LaBelle, Michelle Williams, Paul Dano
- Thema: die prägende Kraft des Kinos
Der Fall zeigt einmal mehr, wie weit Kritikerlob und Publikumserfolg auseinanderliegen können. Gerade im Streaming-Zeitalter und nach der Pandemie sagen Kinozahlen längst nicht mehr alles über die Wirkung eines Films aus. Bei „Die Fabelmans“ ist das besonders sichtbar: finanziell kein Überflieger, für Filmemacher wie Villeneuve aber ein echtes Meisterwerk.
Quelle: filmstarts