Viennale feiert Österreichs Kino
Die Viennale startet am 22. Oktober in Wien in ihre 64. Ausgabe. Das Filmfestival setzt heuer stark auf österreichische Produktionen und begrüßt Gäste wie Florentina Holzinger, Lars Eidinger und Isabelle Huppert.

Wien steht wieder ganz im Zeichen des Kinos: Die 64. Viennale läuft von 22. Oktober bis 3. November und setzt heuer einen deutlichen Schwerpunkt auf österreichisches Filmschaffen. Festivaldirektorin Eva Sangiorgi präsentierte ein Programm, das unterhalten, fordern und zugleich ein starkes Jahr für den heimischen Film sichtbar machen soll.
Auftakt mit Kurzfilm, Finale mit Wien-Porträt
Eröffnet wird das Festival mit einem ungewöhnlich kurzen, aber markanten Beitrag: „Forever … Forever“ von Johann Lurf. Der 21-minütige Film zeigt den Stausee Ottenstein im Waldviertel im Wechsel der Jahreszeiten und rückt damit gleich zu Beginn das österreichische Kurz- und Experimentalfilmschaffen in den Fokus.
Auch zum Abschluss bleibt die Viennale in Österreich: Am 3. November steht „Wiener Blues: The Loneliest Man in Town“ von Tizza Covi und Rainer Frimmel auf dem Programm. Der Film begleitet den Wiener Bluesmusiker Al Cook auf einer Reise in seine Vergangenheit. Dem Regieduo ist außerdem ein neuer Band der Viennale-Schriftenreihe „Textur“ gewidmet.
Viele heimische Filme, große Namen
Im Programm finden sich auffallend viele Produktionen aus Österreich. Dazu zählen etwa Sebastian Brameshubers Roadmovie „London“, Sandra Wollners in Cannes ausgezeichnetes Drama „Everytime“ mit Birgit Minichmayr sowie Manuel Wetschers „Eklipse“ über eine Freundschaft, die 1999 durch ein Geheimnis erschüttert wird.
- Isabelle Huppert ist mit zwei Filmen vertreten.
- Angesagt haben sich auch Florentina Holzinger und Lars Eidinger.
- In Ulrike Ottingers „Die Blutgräfin“ spielen unter anderem Birgit Minichmayr, Karl Markovics und Tom Neuwirth alias Conchita Wurst mit.
Damit verspricht die Viennale erneut ein dichtes Festival zwischen Arthouse, Experiment und prominenten Begegnungen. Das diesjährige Programm wirkt bewusst vielseitig: mal sperrig, mal glamourös, mal sehr österreichisch – aber klar darauf ausgerichtet, das Kinojahr 2026 mit Nachdruck zu feiern.
Quelle: ORF