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Sport2. Oktober 2026, 17:01 Uhr · von Redaktion

Utzat beißt sich an Silber fest

Der Bremer Judoka Marcus Utzat hat bei der Veteranen-WM in Sarajevo Silber geholt. Für den 57-Jährigen ist es bereits das vierte verlorene WM-Finale seit 2012 – aufgeben will er trotzdem nicht.

Utzat beißt sich an Silber fest

Foto: weserkurier

Marcus Utzat bleibt auch mit 57 Jahren ein Mann für große Turniere – und für großen Ehrgeiz. Bei der Veteranen-Weltmeisterschaft in Sarajevo sicherte sich der Bremer in der Altersklasse M6 (55 bis 59 Jahre) in der Gewichtsklasse +100 Kilogramm die Silbermedaille. Sportlich ist das ein beachtlicher Erfolg, zufrieden war der Judoka nach dem Finale aber nicht.

Der Grund: Für Utzat war es bereits das vierte verlorene WM-Finale seit 2012. Genau das nagt an ihm. Zwar ordnet er seine Leistungen realistisch ein, doch der zweite Platz bleibt für ihn ein Reizthema. Sein Antrieb ist unverändert groß – gerade weil er immer noch das Gefühl hat, dass noch mehr drin gewesen wäre.

Starker Start, bitteres Ende

Dabei hatte der Wettkampftag für den Bremer nahezu ideal begonnen. Nach einem Freilos gewann er seine ersten beiden Kämpfe jeweils vorzeitig – einmal nach 20, einmal nach 40 Sekunden. Bemerkenswert: Utzat brachte selbst 108 Kilogramm auf die Waage, während mindestens einer seiner Gegner deutlich schwerer war. Trotzdem entschied er sich bewusst für das Schwergewicht, auch weil ein künstliches Knie und Asthma die schnelleren, leichteren Klassen für ihn schwieriger machen.

  • Veteranen-WM in Sarajevo
  • Silber in der Klasse M6, +100 kg
  • Finalniederlage gegen einen deutschen Kontrahenten

Im Endkampf wartete dann mit Jens-Peter Bischof von Randori Berlin ein besonders massiver Gegner: 2,10 Meter groß und 147 Kilogramm schwer. Utzat fand nicht richtig in seinen Griff, sein Gegner nutzte Reichweite und Körpermasse konsequent aus. Am Ende verlor der Bremer nicht durch einen Wurf, sondern durch drei Shidos, also drei Strafen – damit war der Kampf entschieden.

Nächste Ziele stehen schon fest

Dass ihn eine Niederlage ärgert, heißt bei Utzat aber nicht, dass er lange stehen bleibt. Schon in drei Wochen plant er den Start bei der Europameisterschaft in Portugal, für Ende November ist zudem die Teilnahme an der Sambo-WM auf Zypern vorgesehen. Solange es für ihn noch ein klares Ziel gibt, macht der Judo-Veteran weiter – auch wenn Silber ihn weiterhin nicht wirklich glücklich macht.

Quelle: weserkurier